Annette Kluge ist neue Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

Aktuelles

Annette Kluge ist neue Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

Vorstand Pressemitteilung

Am Mittwoch, dem 9. September 2026 wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung auf dem 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) in Luxemburg der neu gewählte Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychologie vorgestellt. Professorin Annette Kluge von der Ruhr-Universität Bochum tritt als Präsidentin die Nachfolge von Professorin Eva-Lotta Brakemeier von der Universität Greifswald an. Für ihre Amtszeit setzt Annette Kluge drei zentrale Schwerpunkte: gesunde Psyche und Prävention über die Lebensspanne in einer sich wandelnden Gesellschaft, eine menschzentrierte Gestaltung Künstlicher Intelligenz und die Zukunft psychologischer Berufe.e

Annette Kluge ist seit 2014 Professorin für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Ruhr-Universität Bochum. Gemeinsam mit dem neuen Vorstand will sie die psychologische Expertise zu zentralen gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen stärker bündeln und sichtbar machen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Themen: „Good Life & Aging“, Künstliche Intelligenz und die Perspektiven der Psychologie sowie die aktive Gestaltung der Zukunft psychologischer Berufe.

Gesundes Altern in einer älter werdenden Gesellschaft

Unter dem Titel „Good Life & Aging“ will der neue Vorstand gemeinsam mit allen DGPs-Fachgruppen die Frage in den Blick nehmen, wie gesunde und förderliche Entwicklung über die Lebensspanne gelingen kann. Der Schwerpunkt knüpft an die europäische Perspektive eines „Good Life“ im Sinne einer menschenzentrierten, nachhaltigen und sozial inklusiven Entwicklung an. Erkenntnisse aus den verschiedenen Teildisziplinen der Psychologie sollen gebündelt und in kompakten Briefings für Politik und Gesellschaft fachgruppenübergreifend und -verbindend aufbereitet werden. „Wir wollen die Expertise der Psychologie dort stärker zusammenführen und sichtbar machen, wo zentrale gesellschaftliche Veränderungen stattfinden. Viele der Herausforderungen, vor denen wir stehen, müssen heute über Fach- und Ländergrenzen hinweg gedacht werden“, erläutert DGPs-Präsidentin Annette Kluge.
Menschzentrierte Perspektive auf Künstliche Intelligenz
Die psychologische Perspektive auf Künstliche Intelligenz soll in der neuen Vorstandsperiode weiter ausgebaut werden. Anknüpfungspunkt ist die bereits unter der Federführung von Annette Kluge gegründete fachgruppenübergreifende Arbeitsgruppe zu KI und Psychologie, deren erste Ergebnisse auf einer Tagung diskutiert und in der Psychologischen Rundschau veröffentlicht wurden. Im Fokus stehen die menschzentrierte Gestaltung und Regulierung von KI sowie der Transfer psychologischer Expertise in Politik und Gesellschaft.

Psychologische Berufe der Zukunft

Digitalisierung und KI-Anwendungen verändern Tätigkeiten, Kompetenzanforderungen und Berufsbilder – auch in der Psychologie. Gemeinsam mit allen Fachgruppen soll deshalb innerhalb der DGPs ein Prozess zur Aktiven Gestaltung der Zukunft psychologischer Berufe angestoßen werden. Unter Einbezug von Expertise aus der Zukunftsforschung soll diskutiert und gemeinsam erarbeitet werden, wie etablierte psychologische Tätigkeitsbereiche aus berufspolitischer Sicht aussehen könnten und sollten. Ebenso wird erarbeitet werden welche neuen Tätigkeitsfelder und Kompetenzanforderungen entstehen auch im Hinblick auf die Konsequenzen für Studium und Ausbildung.
„Als wissenschaftliche Fachgesellschaft wollen wir den Wandel der Arbeitswelt nicht nur wissenschaftlich untersuchen, sondern auch mit Blick auf unseren eigenen Berufsstand vorausschauend in unserem Sinne gestalten. Wir müssen heute darüber nachdenken, welche Kompetenzen Psychologinnen und Psychologen morgen brauchen und wie wir sie darauf vorbereiten“, betont Annette Kluge.

Mitglieder des Vorstands 2026 – 2028 

Der neue Vorstand umfasst weiter das Amt der 1. Vizepräsidentin, das in der kommenden Amtsperiode von Anja Strobel, Professorin für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik an der Technischen Universität Chemnitz, ausgeübt wird. Jörn Sparfeldt, Professor in den Bildungswissenschaften (Diagnostik, Beratung, Intervention), wurde für das Amt des 2. Vizepräsidenten wiedergewählt. Der Schriftführer für die kommenden zwei Jahre ist Ulrich Ansorge, Professor für Kognitionspsychologie an der Universität Wien. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt in dieser Vorstandsperiode Florian Schmitz, Professor für Diagnostik und Methodik an der Universität Duisburg-Essen. Als Vertreter der Jungmitglieder wurde Dr. Matthias Sperl von der Universität Siegen wiedergewählt. Ulrich Ettinger, Professor für Allgemeine Psychologie und Experimentelle Klinische Psychologie an der Universität Bonn, ist neuer Beisitzer und gleichzeitig Ausrichter des 55. Kongresses der DGPs, der im September 2028 in Bonn stattfinden wird.

Kontakt für Rückfragen:

Prof. Dr. Annette Kluge
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
Professorin für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie
Ruhr-Universität Bochum
E-Mail: annette.kluge@ruhr-uni-bochum.de

Pressekontakt:

Dr. Anne Klostermann
Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) e.V.
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: pressestelle@dgps.de
Tel.: 030 280 47718