Mentoringprogramm

Das Mentoringprogramm der Fachgruppe DPPD hat das Ziel, Nachwuchswissenschaftler*innen in der Karriere- und Kompetenzentwicklung zu unterstützen.

Was verstehen wir unter Mentoring?

Erfahrene Mentorinnen und Mentoren können ihr Wissen und ihren Erfahrungsschatz an weniger erfahrene Personen (Mentees) weitergeben, um die berufliche und persönliche Entwicklung der Mentees individuell zu unterstützen und zu begleiten.

Beim Mentoring steht die/der Mentee im Mittelpunkt, d.h. Impulse, Gesprächsvorschläge usw. gehen i.d.R. von den Mentees aus. Das unterscheidet Mentoring von anderweitiger wissenschaftlicher Betreuung bzw. Personalführung. Außerdem ist Mentoring deutlich intensiver als andere Angebote, wie z.B. Workshops zur Karriereplanung.

Beim Mentoringprogramm der DPPD handelt es sich um ein One-to-One-Mentoring mit je einer Mentorin bzw. einem Mentor und einer/einem Mentee, die eine Mentoring-Beziehung aufbauen.

Zielgruppe

Das Mentoringprogramm richtet sich an Postdoktorand*innen, die sich in der Qualifikationsphase befinden, aber noch nicht auf Professuren berufen wurden oder bereits fest etabliert in der Praxis arbeiten, sowie an Doktorand*innen der Fachgruppe DPPD.

  1. Postdoktorand*innen als Mentees erhalten etablierte Wissenschaftler*innen (i.d.R. Professor*innen) oder Promovierte aus der Praxis als Mentor*innen
  2. Doktorand*innen als Mentees erhalten entweder Postdoktorand*innen, Professor*innen oder Promovierte aus der Praxis als Mentor*innen.

Ziele und Inhalte

Mentor*innen stehen Mentees mit Rat und Tat zur Seite und bringen eine zusätzlich Perspektive aus Wissenschaft oder Praxis ein. Dabei können Mentor*innen auch Standpunkte vertreten, die für direkte Betreuer*innen oder Vorgesetzte schwierig einzunehmen sind. Die Inhalte des Austausches werden von beiden Seiten vertraulich behandelt.

Die konkrete Ausgestaltung der Mentoring-Beziehung bleibt den Teilnehmenden selbst überlassen und orientiert sich an den Bedürfnissen der Mentees. Mentor*innen und Mentees sollten aber regelmäßigen Kontakt halten und sich sowohl digital (z.B. per Mail, telefonisch) als auch persönlich treffen (z.B. sich im Rahmen einer Kaffeepause bei der Fachgruppentagung verabreden, sich auf einer internationalen Tagung zusammen mit Kolleg*innen essen gehen oder die/den Mentee ins Kolloquium einladen). Darüber hinaus sollten Mentor*innen ihren Mentees vermitteln, dass sie sich gerne melden können, wenn sie eine Frage haben oder einen Ratschlag benötigen.

Aus Sicht der Mentees können durch das Mentoringprogramm beispielsweise folgende Ziele verfolgt werden:

  • Vernetzung im Wissenschaftssystem,
  • z.B. durch das Bekanntmachen der Mentees mit Kolleg*innen auf Tagungen oder in der Arbeitsgruppe der Mentorin bzw. des Mentors
  • Entwicklung individueller Karrierestrategien und -planungen,
  • z.B. durch Beratung bei Karriereentscheidungen, Hinweise auf offene Stellen in der Wissenschaft oder Praxis, Ratschläge zur Bewerbung, den gemeinsamen Blick auf ein Forschungs- oder Antragskonzept
  • Ausbau persönlicher Kompetenzen, indem Stärken und Schwächen des bisherigen Werdegangs der Mentees identifiziert werden,
  • z.B. durch gemeinsame Diskussionen über Karrierezielvorstellungen
  • Transfer informellen bzw. impliziten Wissens,
  • z.B. über Berufungsverfahren, Antragsstellung oder praxisrelevante Kompetenzen


Aus Sicht der Mentorinnen und Mentoren ergeben sich unter anderem folgende Vorteile:

  • Fest etablierte Mentor*innen, denen Postdoktorand*innen als Mentees zugeordnet sind, bleiben an aktuellen Entwicklungen in Wissenschaft und Praxis beteiligt und übernehmen eine wichtige Rolle bei der Nachwuchsförderung
  • Promovierte Mentor*innen, denen Doktorand*innen als Mentees zugeordnet sind, können erste Betreuungserfahrungen sammeln
  • Mentor*innen können sich aktiv für den wissenschaftlichen Nachwuchs einsetzen und ihn fördern, was schließlich dem gesamten Fächerspektrum der DPPD zugutekommt

Ablauf

Voraussetzungen

Mentor*innen sollten einen Erfahrungsvorsprung in den Bereichen haben, die durch das Mentoring gestärkt werden sollen. Mentor*in und Mentee können aus demselben Fachgebiet sein oder zu einem verwandten Forschungsthema arbeiten, müssen es aber nicht. Mentor*innen können eine/n Mentee oder mehrere Mentees betreuen, wobei wir maximal drei Mentees pro Mentor*in empfehlen. Detaillierte Informationen finden sich auch im Leitfaden für Mentor*innen (PDF).

Mentees sollten offen für neue Impulse und Sichtweisen sowie eine kritische Selbstreflexion sein, um die Anregungen der Mentorin bzw. des Mentors konstruktiv nutzen zu können. Weiterhin sollten sie Eigeninitiative zeigen, was auch die Bereitschaft beinhaltet, in den Mentoring-Gesprächen den aktiven Part zu übernehmen. Dies kann v.a. durch eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung der Treffen erreicht werden, wozu bspw. das Muster Gesprächsprotokoll (PDF) sowie die Anregungen für Gesprächsthemen (PDF) genutzt werden können. Detaillierte Informationen finden sich auch im Leitfaden für Mentees (PDF).

Die Mentoring-Beziehung basiert auf Freiwilligkeit und Vertraulichkeit. Es handelt sich um eine gleichberechtigte Austauschbeziehung, die trotz Alters- und Erfahrungsunterschieden nicht hierarchisch geprägt sein sollte. Weiterhin sollten Mentor*in und Mentee in keinem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis stehen. Der persönliche Kontakt (ggf. ergänzt durch E-Mail-Korrespondenz und [Video-]Telefonate) ist entscheidend für eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung. Daher sollte die Mentoring-Beziehung auch durch Verbindlichkeit (z.B. zuverlässiger Umgang mit Terminen) gekennzeichnet sein. Die Erwartungen an die Mentoring-Beziehung sollten am Anfang klar zwischen Mentee und Mentor*in kommuniziert und, sofern gewünscht, schriftlich festgehalten werden. Dazu kann das Muster zur Erwartungsvereinbarung (PDF) genutzt werden.

Zeitplanung

Die Mentoring-Beziehung ist theoretisch zeitlich unbeschränkt, aber es kann zu Beginn eine voraussichtliche (Mindest-)Dauer definiert werden. Generell sollte in regelmäßigen Abständen (z.B. jährlich) gemeinsam evaluiert werden, ob eine Fortführung für die Beteiligten weiterhin sinnvoll und gewollt ist. Dies ist z.B. auch dann relevant, wenn die/der Mentee nicht mehr zur Zielgruppe gehört (z.B. durch Berufung, Verlassen der akademischen Laufbahn etc.).

Matching von Mentor*in und Mentee

Bei der Zusammenführung zwischen Mentor*in und Mentee sollte auf Unabhängigkeit und Ziele der Mentee bzw. des Mentees für das Mentoring geachtet werden (siehe Voraussetzungen). Die Ziele der Mentees sind maßgeblich dafür, wie stark die fachliche Überschneidung zwischen Mentee und Mentor*in sein sollte. Es bestehen zwei Möglichkeiten der Zusammenführung:

  • Auswahl: Die/der Mentee wählt eine Mentorin bzw. einen Mentor aus der Liste der verfügbaren DPPD Mentor*innen aus.
  • Unterstützung: Wenn die/der Mentee keine potentielle Mentorin bzw. keinen potentiellen Mentor über die vorhandene Liste identifizieren kann, dann kann die/der Mentee ein Anforderungsprofil der potentiellen Mentorin bzw. des potentiellen Mentors erstellen (d.h. Identifikation von Bereichen, die durch Mentoring gestärkt werden sollen). Auf dieser Basis kann dann gemeinsam mit Hilfe der DPPD Jungmitgliedervertreter*innen nach einer geeigneten Mentorin bzw. einem geeigneten Mentor gesucht werden.

Die Erstkontaktaufnahme zwischen Mentee und Mentorin bzw. Mentor findet über die DPPD Jungmitgliedervertreter*innen statt.

 

Liste der verfügbaren DPPD Mentor*innen
(Stand: September 2021)

Mitja Back
Tanja Gabriele Baudson
Janina Larissa Bühler
Samuel Greiff
Andrea Hildebrandt
Beatrice Rammstedt
John Rauthmann
Stephan Krumm
Astrid Schütz
Anja Strobel (ab April 2022)
Sarah Teige-Mocigemba
Isabel Thielmann
Matthias Ziegler

Kontakt

Die DPPD Jungmitgliedervertreter*innen stehen für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

Schicken Sie bei Interesse einfach eine E-Mail mit Ihrem Lebenslauf und Ihren Wünschen bzgl. des Mentoring (z.B. Forschungs- oder Arbeitsgebiet, Geschlecht, geographische Lage, spezifische Vorschläge für Mentor*innen; max. 2 DIN A4 Seiten) an die Jungmitgliedervertreter*innen.

Personen, die bereit sind, als Mentor*in zu fungieren, sollten sich ebenfalls bei den DPPD Jungmitgliedervertreter*innen melden.

Die Jungmitgliedervertreter*innen können auch angesprochen werden, wenn es Probleme innerhalb existierender Mentoring-Beziehungen gibt. Alle Informationen werden stets vertraulich behandelt.

Jungmitgliedervertreter*innen (2021-2023):

Dr. Anne Gärtner:
Dr. André Kretzschmar: