Hintergrund und Ziele
Die Arbeitsgruppe KI und Psychologie der DGPs wurde eingerichtet, um die breite psychologische Expertise der DGPs-Mitglieder zu nutzen und besser zu verstehen, welche Auswirkungen Künstliche Intelligenz (KI) auf die Gesellschaft und das Individuum hat. Ziel der AG ist es, die psychologischen Auswirkungen von KI-Systemen besser zu verstehen und fundierte Empfehlungen für eine verantwortungsvolle Nutzung in die öffentliche Diskussion einzubringen.
Im Zentrum steht diese Leitidee:Nur, wenn psychologische Erkenntnisse aus allen Teilbereichen berücksichtigt werden, können KI-Systeme so gestaltet werden, dass sie einen Mehrwert für Individuen, Gruppen und Gesellschaft bieten, vielfältige menschliche Bedürfnisse und Perspektiven berücksichtigen und gleichzeitig Risiken möglichst geringgehalten werden.
In der AG KI und Psychologie arbeiten Expertinnen und Experten aus verschiedenen Teildisziplinen der Psychologie zusammen, darunter Arbeits- und Organisationspsychologie, Ingenieurpsychologie, Klinische Psychologie, Medienpsychologie, und Pädagogische Psychologie. Konkret arbeitet die Arbeitsgruppe beispielsweise daran, was Menschzentriertheit bei der Entwicklung, Nutzung, Implementierung und auch in der Forschung zu KI eigentlich bedeute und welche Leitlinien für die Entwicklung von KI-Systemen sich daraus ableiten lassen.
Die AG KI und Psychologie trägt dazu bei, dass das Wissen aus psychologischer Forschung nicht nur zum Verständnis, sondern auch zur verantwortungsvollen Gestaltung technologischer Innovationen eingesetzt wird. Damit unterstützen wir Forschende, Entwicklerinnen und Entwickler sowie politische Entscheidungsträgerinnen und -träger darin, KI-Systeme zu schaffen, die wissenschaftlich fundiert gestaltet und für die Gesellschaft wertvoll sind.
Aktivitäten
Die AG KI und Psychologie arbeitet derzeit an vielfältigen Themen, darunter beispielsweise:
- Definition und Konkretisierung des Begriffs "Menschzentriertheit". Dieser Begriff wird häufig genutzt Begriff im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Die AG arbeitet daran, den Begriff psychologisch informiert zu definieren und umsetzbar zu machen.
- Arbeit an einem Themenforum in der Psychologischen Rundschau, in dem Perspektiven der DGPS-Fachgruppen auf das Thema Künstliche Intelligenz gesammelt werden sollen. Bis zum 28.11.2025 sammeln wir Interessenbekundungen für Beiträge.
- Arbeit an der Reihe Policy Ultra Briefs zum Schwerpunkt Künstliche Intelligenz (KI) und die Europäische KI-Verordnung. Bis zum 15.12. sammeln wir Interessensbekundungen für Beiträge. Für weitere Informationen zu Policy Ultra Briefs siehe psychologie.de/oeffentlichkeit/policy-ultra-briefs/
- Planung einer Tagung zum Thema menschzentrierte KI in Berlin im Sommer 2026. Upates folgen.
Mitglieder der AG
- Prof. Dr. Harald Baumeister, Universität Ulm, harald.baumeister@uni-ulm.de
- Prof. Dr. Markus Langer, Universität Freiburg, markus.langer@psychologie.uni-freiburg.de
- Prof. Dr. Katharina Scheiter, Universität Potsdam, katharina.scheiter@uni-potsdam.de
- Prof. Dr. Nicole Krämer, Universität Duisburg-Essen, nicole.kraemer@uni-due.de
- Christoph Kenntemich, RPTU Kaiserslautern-Landau, c.kenntemich@rptu.de
- Prof. Dr. Nikol Rummel, Ruhr-Universität Bochum, nikol.rummel@rub.de
- Prof. Dr. Annette Kluge, Ruhr-Universität Bochum, annette.kluge@rub.de
- Prof. Dr. Tobias Rothmund, Universität Jena, tobias.rothmund@uni-jena.de
- Dr. Thorben Jansen, IPN Leipzig, tjansen@leibniz-ipn.de
- Prof. Dr. Thomas Franke, Universität zu Lübeck, thomas.franke@uni-luebeck.de
FAQ zu KI und Psychologie

- Kann man KI-Systemen trauen?
- Wie beeinflusst es unser Denken und Verhalten, wenn wir täglich mit KI-Systemen interagieren?
- Wie verändert KI unsere Arbeit? Wo lohnt es sich, KI einzusetzen, und wie kann man KI als Team-Mitglied integrieren?
... mit diesen Fragen und noch vielen mehr beschäftigt sich die AG aktuell. Antworten gibt es in Kürze hier.