Vorankündigung DGPs Kongress 2014

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Vorankündigung DGPs Kongress 2014

Vorstand

Die Vielfalt der Psychologie

Vom 21. bis zum 25. September 2014 findet in Bochum der 49. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie statt. Die Gastgeber an der Ruhruniversität Bochum, allen voran der Preisträger des Leibniz-Preises 2013 Prof. Dr. Drs. h.c. Onur Güntürkün, bereiten schon jetzt die größte Konferenz der in Deutschland, Österreich und der Schweiz forschenden und lehrenden Psychologinnen und Psychologen vor. Diese werden sich auf ein spannendes und typisch vielfältiges Bochumer Rahmenprogramm freuen können.

Zeitzeugen zu 50 Jahren Psychologie in Bochum

Prof. Güntürkün und sein Team planen dafür etwas ganz Besonderes: in einem Symposium und in einer Ausstellung wird während des Kongresses auf 50 Jahre Psychologie an der Ruhruniversität zurückgeblickt. Zeitzeugen werden davon erzählen, wie sich das Fach Psychologie in 5 Jahrzehnten entwickelt hat. „Uns interessiert, wie war das? Wie haben die Menschen hier z.B. studiert, wie hat sich das Umfeld des Faches präsentiert?“ beschreibt Onur Güntürkün die Idee. „Wir werden dazu auch kurze Videos mit Zeitzeugen aufzeichnen und erzählen, wie das war, 1966, 1986 oder 2006 hier zu studieren und wie sich Psychologie abgespielt hat.“

Erinnerungen an Heckhausen

Auf dem Symposium wird Güntürkün auch an Heinz Heckhausen erinnern. Er war von 1964 bis 1982 Professor für Psychologie an der Universität Bochum, Leiter des damaligen Psychologischen Instituts und einer der herausragenden deutschen Motivationsforscher der Nachkriegszeit. Von 1980 bis 1982 war Heckhausen Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie und von 1985 bis 1987 Vorsitzender des Deutschen Wissenschaftsrates. Die DGPs verleiht übrigens seit 1982 alle zwei Jahre den "Heinz-Heckhausen-Jungwissenschaftlerpreis".
Um Prof. Heckhausen zu ehren, hat Güntürkün dessen Tochter Jutta nach Bochum zu einem einzigartigen Vortrag über die Konzepte Heckhausens eingeladen. Sie ist ihrerseits Professorin für Psychologie, lehrt an der Universität Irvine, USA und ist Herausgeberin einer überarbeiteten Ausgabe des Heckhausen-Werkes „Motivation und Handeln“.

Inhaltliche Konzentration

Auch das Kongress-Programm selbst möchte Prof. Güntürkün etwas konzentrieren. „Wir planen auf dem 49. Kongress weniger Parallelveranstaltungen, die miteinander konkurrieren. In Bochum können wir vielleicht einige Themen besser in den Poster-Sessions diskutieren. „Was wir verhindern möchten,“ sagt Güntürkün, „ist die schwierige Wahl zwischen 25 gleichwertigen, gleichzeitigen Vorträgen.“ Spannend werden sollen auch die großen Abendvorträge. „Vier junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden, ähnlich wie in den sogenannten Science-Slams, in jeweils 10 Minuten attraktive Highlights der aktuellen psychologischen Forschung vorstellen, die dann jeweils 5 Minuten lang mit dem Publikum diskutiert werden können“, plant der Gastgeber Güntürkün. „Die Vielfalt der Psychologie, die enorme Spannweite unseres Faches wird mit diesen Projekten deutlich werden: die Vielfalt der Psychologie ist das Motto unseres Kongresses“.

Die Vielfalt der Psychologie

Auch im Logo der Konferenz spiegelt sich dieses Motto wieder - und so ein bisschen klingt auch Stolz mit, wenn Güntürkün von der Idee erzählt. „Wie Sie wissen, gibt es in der Psychologie durchaus Sorgen, Ärger und Diskussionen, wenn es darum geht, wie viel Biologie, Neurowissenschaft oder auch Wirtschaft zum Fach gehört. Grenzziehungen sind schwierig und vielleicht sollte man besser von interdisziplinären Grenzzonen sprechen.“ sagt Güntürkün. „Sicher ist aber: die Psychologie ist interdisziplinär erfolgreich, vielfältig und gut. Deshalb haben wir uns als Grundidee für unser Kongress-Logo ein Byzantinisches Mosaik überlegt. Der griechische Buchstabe Psi wird in verschieden farbigen, gebrochenen Steinen gelegt und von einem blauen Hintergrund getragen: in diesem bunten Psi sind wir alle als Teil der Psychologie vereint“.