Die Schlussfolgerungen des Gutachters sind laut APA-Vertretern in höchstem Maße verheerend. So geht unter anderem aus dem Gutachten hervor, dass es verschiedentlich geheime Absprachen zwischen APA-Mitgliedern und dem Verteidigungsministerium gegeben hat und dass APA-Psychologen mithalfen, die missbräuchlichen Verhörmethoden zu ermöglichen (<link www.apa.org independent-review>www.apa.org/independent-review/index.aspx).
Am 10. Juli 2015 veröffentlichte die APA ein offizielles Statement zum Hoffman Report sowie eine öffentliche Entschuldigung für die Vorfälle (<link www.apa.org news press releases independent-review-release.aspx>www.apa.org/news/press/releases/2015/07/independent-review-release.aspx).
Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) hat mit Enttäuschung zur Kenntnis genommen und bedauert, dass die APA die Beteiligung von Mitgliedern an Folterprogrammen der CIA gestützt und gedeckt hat. Entsprechend ihrer ethischen Grundsätze lehnt die DGPs jede Folter und sonstige Schädigung anderer Menschen ab und distanziert sich von derartigem Missbrauch psychologisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die DGPs begrüßt die am 10. Juli 2015 von der APA veröffentlichte Entschuldigung als einen wichtigen Schritt im Zuge der Aufklärung der Ereignisse.
Bereits im Jahr 2009 wurde in der Psychologischen Rundschau ein Artikel von Prof. Rainer Mausfeld (Kiel) veröffentlicht, in dem dieser sich kritisch mit den Methoden "Weißer Folter" und der Rolle von Wissenschaftlern auseinandergesetzt hatte. Der Beitrag kann hier abgerufen werden:<link http: www.uni-kiel.de psychologie psychophysik mausfeld> www.uni-kiel.de/psychologie/psychophysik/mausfeld/Mausfeld_Psychologie%20%27weisse%20Folter%27%20und%20die%20Verantwortlichkeit%20von%20Wissenschaftlern_2009.pdf
