Evolutionäre Erklärungen sozialen Verhaltens und kognitiver Prozesse haben in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen.
Während anfangs vor allem Partnerpräferenzen und die Bedeutung des Aussehens im Fokus evolutionärer Erklärungen standen (etwa in den Arbeiten von Buss und Cunningham) werden zunehmend mehr Bereiche (Altruismus, Aggression, sexuelle Gewalt, Eifersucht und
Untreue, Informationsverarbeitung in Paarbeziehungen, um nur einige zu nennen) in einen evolutionären Kontext gestellt. Bücher wie Evolutionary Social Psychology von Simpson & Kenrick oder Evolutionary Psychology von Buss sind eine Konsequenz der gesteigerten Forschungsaktivität.
Die Herausgeber der Zeitschrift für Sozialpsychologie haben diese Entwicklung zum Anlaß genommen, im Jahr 2004 ein Schwerpunktheft Evolutionäre Sozialpsychologie zu publizieren.
In diesem Schwerpunktheft sollen einerseits empirische
Originalarbeiten publiziert werden, in denen evolutionäre Erklärungen sozialpsychologischer Phänomene geprüft und deren Bedeutung für das Verständnis sozialen Erlebens und Verhaltens diskutiert werden, andererseits aber auch kritische theoretische Stellungnahmen.
Manuskripte, die sich in formaler Sicht an den Richtlinien zur Manuskriptgestaltung der ZfS orientieren sollen, können bis zum 30.9.2003 eingereicht werden. Senden Sie die Manuskript bitte direkt an den Gastherausgeber
Prof. Dr. Manfred Hassebrauck
Fachbereich 3 - Sozialpsychologie
Universität Wuppertal
42097 Wuppertal
