Peter Frensch als neuer Präsident der Psychologenvereinigung gewählt

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Peter Frensch als neuer Präsident der Psychologenvereinigung gewählt

Neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie DGPs ist der Lern- und Gedächtnisforscher Peter Frensch. Der 1956 geborene Wissenschaftler von der Berliner Humboldt-Universität wurde am Mittwoch auf dem 47. Kongress der DGPs zum Nachfolger der turnusmäßig ausscheidenden Altersforscherin Ursula Staudinger von der privaten Jacobs University in Bremen gewählt.

Zum Kongress waren rund 2500 der knapp 3000 Mitglieder der Vereinigung von in Wissenschaft und Forschung engagierten Psychologen nach Bremen gekommen. Frensch hatte nach einem Studium der Elektrotechnik das Fach gewechselt und in Trier und an der amerikanischen Yale University Psychologie studiert; nach seiner Promotion 1989 lehrte er mehrere Jahre an der University of Missouri in Columbia, bevor er an die Humboldt-Universität kam. Seit 2009 ist er dort Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät II. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der wissenschaftlichen Erforschung von Lernen, Denken und Gedächtnis, im kognitiven Fähigkeitserwerb, der Rolle der Sprache in der Verhaltensregulation und in der Entwicklung von Computermodellen des Lernens. „Ich freue mich über die Wahl“, bedankte sich Frensch bei seinen Fachkollegen. „Ich werde den äußerst erfolgreichen Kurs meiner Vorgängerin auf dem Weg zu einer weiteren Professionalisierung der Wissenschaft Psychologie fortsetzen.“

 

Zum Stellvertreter – und damit zum ersten Kandidaten für Frenschs Nachfolge in zwei Jahren – wurde der unlängst auf die Humboldt-Professur an der Ruhr-Universität Bochum berufene Therapieforscher Jürgen Margraf gewählt.

 

Der 47. Kongress der DGPs endet am 30. September im Messe-und Congress-Centrum Bremen, der nächste Kongress findet im September 2012 an der Universität Bielefeld statt, 2014 werden die Psychologen die wissenschaftlichen Befunde ihrer Disziplin an der Ruhr-Universität Bochum präsentieren.