Liebe Kolleg*innen,
wir melden uns nach der Sommerpause mit einem neuen Newsletter und hoffen, dass Sie alle eine schöne Ferienzeit hatten! Heute melden wir uns, um [1] die Preisträger*innen der Forschungsförderung Medienpsychologie sowie [2] der Reisekostenförderung für den DGPs-Kongress in Wien zu verkünden, den [3] Medienpsychologische Highlights auf dem Kongress in Wien inklusive einem Wiener Medienpsychologie Meet-Up im Restaurant zu erinnern. Zu guter Letzt [4] berichten wir vom letzten Treffen der Sprecher*innen mit dem DGPS-Vorstand in Wien und weisen auf medienpsychologisch relevante Aspekte des Treffens hin.
Schicken Sie uns wie immer gerne Themen von allgemeinem Interesse an Lena Frischlich. Stellenausschreibungen können wir leider nicht über den Newsletter verschicken. DGPS Mitglieder haben jedoch die Möglichkeit, den Hogrefe Stellenmarkt im Mitgliederbereich zu nutzen. Vorbereitete LinkedIn oder BlueSky Posts verbreiten wir jedoch gerne über die Kanäle der Fachgruppe.
Beste Grüße,
Lena Frischlich, Stephan Winter, Luna Frauhammer, Daniel Possler und Rohangis Mohseni
[1] Vergabe der ersten Forschungsförderung für Jungmitglieder Medienpsychologie
Im Frühjahr haben wir eine Forschungsförderung von insgesamt 2000€ ausgeschrieben, mit der medienpsychologische Forschungsvorhaben von Jungmitgliedern unterstützt werden sollen. Nachdem uns eine Vielzahl von sehr guten Bewerbungen erreicht hat, freuen wir uns umso mehr, nach einem kompetitiven Begutachtungsverfahren (22% Förderquote) gleich zwei Projekte fördern zu können. Alle Bewerbungen wurden im Hinblick auf Ihre thematische Passung zur Fachgruppe, theoretische Fundierung, theoretische und praktische Relevanz, die methodische Qualität des Vorhabens und die Notwendigkeit der Forschungsförderung bewertet. Zusätzlich wurden Open Science Standards sowie die Begründung der Stichprobengröße bewertet.
Jana Dreston und Andreas Nanz (Universität Duisburg-Essen und TU München) erhielten den ersten Preis für ihr Projekt zum Zusammenhang zwischen inzidentellem Nachrichtenkonsum auf sozialen Medien und korrekten Wahlentscheidungen. Den zweiten Preis erhielt Vladimir Bojarskich (Universität Jena). Er wird in einem Experiment untersuchen, wie die Förderung von inklusiven Opferidentitäten die Polarisierung von Online-Hass begrenzen kann. Wir gratulieren allen Gewinner*innen und sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse dieser spannenden Studien!
[2] Reisekostenförderung
Aufgrund der erhöhten Kosten für die Teilnahme am Kongress der deutschen Gesellschaft für Psychologie in Wien hat die Fachgruppe Medienpsychologie dieses Jahr einen Reisekostenzuschuss für Jungmitglieder ausgeschrieben. Wir gratulieren Yannick Wuttke (Universität Duisburg-Essen) zur erfolgreichen Bewerbung um diesen Zuschuss.
[3] Medienpsychologie in Wien
Der DGPS-Kongress in Wien hält viele Highlights bereit. Drei seien aus medienpsychologischer Sicht besonders heraus gestellt, weitere werden wir auf dem LinkedIn-Kanal der Fachgruppe (DGPS Medienpsychologie) zusammenstellen.
(1) Bereits vor dem aktuellen Kongressbeginn am 16.09.2024 (Montags) eröffnet das Hot-Topic Symposium zu Social Media and Well-being im Audimax das Psychologische Wissensfest.
Wir geben zu, 08:00 – 09:15 ist eine gewöhnungsbedürftige Zeit, allerdings sind wir überzeugt, dass von allen Kongresstagen Montag der beste Tag ist um mit einem Kaffee und unseren herausragenden Speaker*innen in den Tag zu starten.
Unter der Moderation von Nicole Krämer (Universität Duisburg-Essen, ehemalige Herausgeberin des Journal of Media Psychology) diskutierten Marieke van den Abeele (Ghent University), Tobias Dienlin (Interaktive Kommunikation, Universität Wien) und Alexandra Lux (Ludwig-Maximilians-Universität München) über eine der am heißesten diskutierten Fragen der Medienpsychologie: Was machen Soziale Medien mit unserem Wohlbefinden?
(2) Am folgenden Tag, Dienstag, 17.09.2024, hält Prof. Dr. Amy Orben (Cambridge) um 11:30 in HS 50 ihre Keynote zum Thema „Screen Savers: Protecting Adolescent Mental Health in a Digital World“
(3) Am 18.09.2024 (Mittwoch) findet dann abends statt einer Fachgruppensitzung das Wiener Medienpsychologie Meet-Up. Für alle die sich im Vorfeld registriert haben:
Wir treffen uns um 19:00 in der schmucken Wiener Gastwirtschaft D’Landsknecht. Die Preise sind moderat, die Bewertungen hervorragend und von der Universität kann man entspannt in 15 Minuten hin spazieren. Die medienpsychologische Gesellschaft wird sowieso exzellent.
Die Adresse lautet Porzellangasse 11, 1090 Wien, Österreich. Reserviert ist für alle, die sich angemeldet haben, wer also schon weiß, dass er oder Sie *nicht* teilnehmen kann möge sich bitte bei Lena Frischlich melden – ebenso sind Personen, die *nicht* angemeldet sind, aber gerne dabei wären eingeladen sich zu melden. Wir schauen dann, dass alle Plätze gut belegt sind. Achtung: Essen und Trinken auf Selbstzahlungsbasis.
[4] Bericht vom Treffen mit dem DGPs Vorstand
Bereits am 21.06.2024 fand auch das halbjährliche Treffen der Fachgruppensprecher mit dem DGPS Vorstand statt. Von zentraler Bedeutung für die Medienpsychologie waren folgende Themen:
[4.1] Es gibt verschiedene neue Stellungnahmen des Vorstandes u.a. (1) für Demokratie, Meinungsfreiheit und Vielfalt in der Gesellschaft und Wissenschaft (26.02.2024) https://www.dgps.de/aktuelles/details/positionierung-der-dgps-und-des-ftps-gemeinsam-fuer-demokratie-meinungsfreiheit-und-vielfalt-in-der-gesellschaft-und-wissenschaft/ sowie (2) zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) (03.04.2024) https://www.dgps.de/schwcerpunkte/stellungnahmen-und-empfehlungen/stellungnahmen/details/stellungnahme-der-jungmitgliedervertretung-der-deutschen-gesellschaft-fuer-psychologie-zur-novellierung-des-wissenschaftszeitvertragsgesetzes-wisszeitvg
[4.2] Es gibt eine neue Arbeitsgruppe „Familienfreundliche Hochschule“, die Empfehlungen für echte Teilzeitmodelle an Hochschulen und Empfehlungen für Führungskräfte zum Umgang mit familiären Anforderungen erarbeiten soll (Mitglieder sind Alexandra Bendixen(DGPs), Alexander Strobel (DGPs), Carolin Strobl (FTPs), Roland Imhoff (FTPs), Jens Lange (als Vertretung der Jungmitglieder), Marie-Ann Sengewald (als Vertretung der Jungmitglieder)).
[4.3] Besonders interessant für Medienpsycholog*innen ist auch das gelungene Video mit Jan Philipp Rudloff, der Einblick in den Alltag von Promovierenden und den Bereich Wissenschaftskommunikation gibt (https://www.youtube.com/watch?v=kfC7cetodA0&t=1s)
[4.4] Als Teil der Aufarbeitung der Causa Fiedler/Robertson/APSA arbeitet der DGPS-Vorstand unter der Beteiligung von Lena Frischlich an einem Krisenkommunikationsplan, der sich aktuell in der finalen Abstimmungsphase befindet.
[4.5] Bei der Mitgliederversammlung der DGPS in Wien (Mittwoch18.09.2024 von 16:00-18:30, unmittelbar vor unserem Meet-Up) werden drei Satzungsänderungen diskutiert:
§2„Ziele der Gesellschaft“ soll um einen Punkt 14 ergänzt werden:
(14)„Förderung der Integrität des Wissenschaftsystems
§5 Erwerb und Pflichten der Mitgliedschaft:
(2) In die DGPs kann als ein ordentliches Mitglied, als ein assoziiertes Mitglied oder als ein studentisches Mitglied aufgenommen werden, wer von mindestens zwei ordentlichen Mitgliedern oder einem ordentlichen und einem assoziierten Mitglied zur Aufnahme vorgeschlagen wird und eine wissenschaftliche Qualifikation auf dem Gebiet der Psychologie oder ihrer Nachbarfächer nachweist.
§17Mitgliedsbeitrag:
(1)Die Beiträge für ordentliche, assoziierte, studentische, institutionelle und assoziiert-institutionelle Mitglieder sowie die Beitragszuschläge für die Zugehörigkeit zu einer Fachgruppe bzw. Regionalgruppe der DGPs werden in einer von der Mitgliederversammlung zu beschließenden Beitragsordnung geregelt. Einzelne Fachgruppen können im Einvernehmen mit dem Vorstand einen über den in der Beitragsordnung festgelegten Fachgruppen-bzw. Regionalzuschlag hinausgehenden Beitragszuschlag erheben. Die Fachgruppenversammlung muss diesem Beitragszuschlag vorab zugestimmt haben. Der Beitragszuschlag darf das Doppelte des in der Beitragsordnung beschlossenen Beitragszuschlags für Fachgruppen-zuschläge nicht überschreiten.
[4.6] Basierend auf den Arbeiten der Arbeitsgruppe Anreizsysteme, Machtmissbrauch und wissenschaftliches Fehlverhalten (SSH) hat der Vorstand sich Anfang des Jahres mit Rektoren/Präsidenten deutscher Hochschulen, der DFG und dem Ombudsman Wissenschaft getroffen, um dem Thema breite Öffentlichkeit zu verschaffen, zudem werden die Empfehlungen zu Promotionsverfahren nun von der Komission Studium und Lehre überarbeitet.
[4.7] Bewertungskriterien wissenschaftlicher Leistungen RESQUE
Auf Basis des Treffens mit der Sprecher*innengruppe werden die von Anne Gärtner und Felix Schönbrodt erarbeiteten neuen Kriterien zur Bewertung wissenschaftlicher Leistungen in Bewerbungsverfahren um den Punkt Interdisziplinarität und „Type of Data: Content Data (z.B. digital traces, text, audio- visual content) ergänzt. Wir freuen uns über die Ergänzung und denken, dass hier ein gelungener Fokus auf die spezifischen Stärken von Medienpsycholog*innen ermöglicht wird.
[4.8] Rückgang der Nachfrage nach nicht-klinischen Masterplätzen
Verschiedene Universitäten berichten von einem Rückgang der Nachfrage nach „nicht-klinischen“ Masterplätzen. Diskutiert wurde die Notwendigkeit über gezielt Berufsqualifizierende Masterstudiengänge nachzudenken.
