Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2003

Aktuelles

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2003

Exzellente Forschungsleistungen von sechs Nachwuchswissenschaftlern gewürdigt

Pressemitteilung der DFG Nr. 11

25. März 2003

Sechs herausragende junge Wissenschaftler erhalten 2003 den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Dies beschloss das Präsidium der DFG in seiner Sitzung am 20. März. Die mit je 16 000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 15. Mai gemeinsam von dem DFG-Präsidenten Professor Ernst-Ludwig Winnacker und Staatssekretär Dr. Uwe Thomas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Bonn verliehen. Der Preis, benannt nach dem früheren DFG-Präsidenten und Atomphysiker Heinz Maier-Leibnitz, wird aus Mitteln des BMBF finanziert und soll die exzellenten Forschungsleistungen von Wissenschaftlern würdigen, die nicht älter als 33 Jahre sind. Die Preisträger wurden in einem mehrstufigen Auswahlverfahren aus 74 vorgeschlagenen Kandidaten ausgewählt.

 

Dr. Dirk Kerzel (32), Abteilung Allgemeine Psychologie, Universität Gießen

Der Forschungsschwerpunkt von Dirk Kerzel liegt in der experimentellen psychologischen Grundlagenforschung. Seine Untersuchungen konzentrieren sich auf die menschliche Wahrnehmung, speziell auf die Strukturen und Prozesse des visuellen Systems, berühren jedoch auch zentrale Fragen der mentalen Verarbeitung von Ereignissen und Sachverhalten. Mit Hilfe einer Reihe von eigens dafür konzipierten Experimenten konnte er gängige Annahmen widerlegen, wie dynamische Vorgänge in unserer Umwelt kognitionspsychologisch repräsentiert werden. Er stellte fest, dass unsere mentale Welt nicht wie unsere Umwelt festen physikalischen Prinzipien unterworfen ist. So sei der Inhalt des visuellen Gedächtnisses viel mehr von den motorischen Eigenschaften des visuellen Systems bestimmt. Die traditionelle Trennung von Gedächtnis und Motorik wird dadurch in Frage gestellt.

 

Dirk Kerzel studierte Psychologie und Linguistik an der Universität Bielefeld und wurde an der Universität München promoviert, wo er sich auch habilitierte. Nach einer Tätigkeit am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München trat er 2002 eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent in der Abteilung Allgemeine Psychologie der Universität Gießen an und wurde im selben Jahr in das Heisenberg-Programm der DFG aufgenommen.

(http://www.allpsych.uni-giessen.de/dk/home.htm)

 

Die Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz Preise durch den DFG-Präsidenten Professor Ernst-Ludwig Winnacker und Staatssekretär Dr. Uwe Thomas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung findet am 15. Mai um 15.00 Uhr im Deutschen Museum in Bonn statt. Journalisten sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen.

 

Den vollständigen Text der Pressemitteilung finden Sie auf den Seiten der DFG.