Einheit und Vielfalt: Zur Zukunft der Psychologie

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Einheit und Vielfalt: Zur Zukunft der Psychologie

Hannelore Weber zum 44. Kongress der DGPs in Göttingen

Die Bologna Deklaration der europäischen Bildungsminister von 1999, im vergangenen Jahr bestätigt durch das gemeinsame Communiqué von Berlin, beschreibt sechs Zielsetzungen, mit denen die politische Vision eines „Europe of Knowledge“ verwirklicht werden soll. Vor allem die Ziele 1 („Adoption of a system of easily readable and comparable degrees...”) und 2 („Adoption of a system essentially based on two main cycles, undergraduate and graduate. Access to the second cycle shall require successful completion of first cycle studies, lasting a minimum of three years. The degree awarded after the first cycle shall also be relevant to the European labour market as an appropriate level of qualification. The second cycle should lead to the master and/or doctorate degree as in many European countries.”) bringen die Psychologie in eine heikle Situation, die von den einen begrüßt, von anderen gefürchtet wird. An der Frage, ob und wie eine Umgestaltung etablierter Studiengänge erfolgen sollte, entzündet sich erneut die Diskussion, ob die Psychologie wie bisher als ein Studiengang und damit als ein Fach zu konzipieren ist oder aber in Teilpsychologien zerfällt. Eine der zentralen Fragen, um die es bei dieser Neubesinnung und Neubestimmung des Faches gehen wird, ist die nach seiner Einheit.

Was bedeutet „Einheit“ des Faches? Ich werde in meiner Vorlesung zunächst auf diese Frage eingehen und an einem aktuellen Beispiel die Probleme aufzeigen, die sich bei einer Aufspaltung der Psychologie ergeben. Im zweiten Teil werde ich drei Thesen zur inhaltlichen Entwicklung des Faches speziell im Hinblick auf seine disziplinäre Einheit formulieren und diskutieren. Meine Vorlesung schließt mit Vorschlägen zu einer künftigen Gestaltung von Studienstrukturen, die diesen inhaltlichen Entwicklungen Rechung tragen.

 

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