Prof. Dr. Julia Karbach und JProf. Dr. Tanja Könen, Universität Koblenz-Landau

Im April 2017 wurde die Professur für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie an der Universität Koblenz-Landau (Campus Landau) mit Julia Karbach neu besetzt. Seit November 2017 verstärkt Tanja Könen als Juniorprofessorin für Kognitive Entwicklung das Team. Derzeit besteht unsere Gruppe aus einer Professur, einer Juniorprofessur, einer akademischen Direktorin, drei Postdoktorandinnen, vier Doktorandinnen, dem Sekretariat, einer forschungstechnischen Assistenz und einer Vielzahl wissenschaftlicher Hilfskräfte. 

In der Forschung beschäftigen wir uns mit kognitiver Entwicklung und Plastizität über die Lebensspanne sowie mit individuellen Prädiktoren erfolgreichen Lernens. Dabei nutzen und kombinieren wir unterschiedliche Methoden und Forschungsdesigns, v.a. längsschnittliche Interventionsstudien, experimentelle Laborstudien und ambulantes Assessment.

Derzeit beschäftigen wir uns z.B. im Rahmen laufender Projekte damit, ob sich exekutive Funktionen und Selbstregulation in verschiedenen Altersgruppen durch kognitives Training verbessern lassen bzw. welche Faktoren den Trainingserfolg moderieren. Aktuell beforschen wir, welche Rolle dabei metakognitive Prozesse spielen (DFG-Projekt Meta-EF Train, Dr. Simone Schäffner, Dipl.-Psych. Beate Biskup-Ackermann), welche Rolle motivationale Prozesse spielen (Projekt EDVIN, M.Sc. Verena Johann), und wie sich intraindividuelle tägliche Schwankungen von Stress, Affekt und Schlaf auf den Trainingserfolg auswirken (DFG-Projekt DELTA, M.Sc. Nesibe Elibol). Darüber hinaus untersuchen wir die Wirksamkeit von kognitivem Training bei Patienten mit kognitiven Defiziten (Projekt CogTrain, Dipl.-Psych. Sonja Wedegärtner) und dessen neuronale Korrelate bei älteren Probanden (Dr. Ebru Baykara). Außerdem interessieren wir uns dafür, wie sich Mehrsprachigkeit auf kognitive Entwicklung im Grundschulalter auswirkt (DFG-Projekt MoBiLe, M.Sc. Lenka Pokorná) und welche Rolle Merkmale des Lernkontextes für die akademische Entwicklung und Selbstregulation spielen (Dr. Barbara Otto und Dr. Stephanie Reuter). 

Zentral für unsere Projekte ist, dass wir einen multimethodalen Ansatz verfolgen (z.B. mit Verhaltensdaten, Eyetracking, Bewegungsmessung, Selbstbericht) und dass wir uns für interindividuelle Unterschiede in intraindividueller Entwicklung interessieren. 

Um unsere Forschungsprojekte durchzuführen, kooperieren wir eng mit Kolleginnen und Kollegen im In- und Ausland. Im Rahmen der aktuellen DFG-Projekte z.B. mit Dr. Nicolas Chevalier (Edinburgh) sowie Dr. Catherine Gunzenhauser und Prof. Dr. Henrik Saalbach (Leipzig). Darüber hinaus arbeiten wir z.B. mit Prof. Dr. Kerstin Unger (New York), Prof. Tilo Strobach (Hamburg), Prof. Dr. Pascale Engel de Abreu und Prof. Dr. Romain Martin (Luxemburg), und Prof. Dr. Paul Verhaeghen (Atlanta) zusammen. Ebenso bedeutend für unsere Forschung ist der interdisziplinäre Austausch, um Kognition und Lernen bei abweichenden Entwicklungsverläufen (z.B. bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder Hirntumoren) oder unterbesonderen Entwicklungsbedingungen (z.B. Mehrsprachigkeit) zu untersuchen. In diesem Zusammenhang kooperieren wir z. B. mit Dr. Philipp Hendrix und Dr. Ingrid Kindermann (Universitätsklinikum des Saarlandes). Zudem sind wir im interdisziplinären Forschungszentrum IDeA in Frankfurt am Main (www.idea-frankfurt.eu) vernetzt. 

In der Lehre vertreten wir v.a. die Module Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie im Bachelorstudiengang und das neu eingeführte Modul Angewandte Entwicklungspsychologie im Masterstudiengang Psychologie.

Weitere Information erhalten Sie gerne von den Mitarbeiter/innen bzw. entnehmen sie unserer Webseite:

https://www.uni-koblenz-landau.de/de/landau/fb8/entwicklungspsychologie

Ausgewählte Publikationen: 

(zur vollständigen Publikationsliste: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/landau/fb8/entwicklungspsychologie/Team)

Karbach J. & Kray, J. (2009). How useful is executive control training? Age differences in near and far transfer of task-switching training. Developmental Science, 12, 978-990.

Karbach, J., Mang, S., & Kray, J. (2010). Transfer of verbal self-instruction training in older age: Evidence from task switching. Psychology & Aging, 25, 677-683.

Karbach, J. & Verhaeghen, P. (2014). Making working memory work: A meta-analysis of executive control and working memory training in younger and older adults. Psychological Science, 25, 2027–2037.

Könen, T., & Karbach, J. (2018). Self-reported cognitive failures in everyday life: A closer look at their relation to personality and cognitive performance. Assessment. Advance online publication.

Könen, T., Dirk, J., & Schmiedek, F. (2015). Cognitive benefits of last night's sleep: Daily variations in children's sleep behavior are related to working memory fluctuations. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 56, 171–182.

Morey, C.M., Hadley, L.V., Buttelmann, F., Könen, T., Meaney, J.-A., Auyeung, B., Karbach, J., & Chevalier, N. (2018). The effects of verbal and spatial memory load on children’s processing speed. Annals of the New York Academic of Sciences. Advance online publication.


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