8. Dissertationswettbewerb der Fachgruppe Allgemeine Psychologie in Dresden, 22. bis 23. Juni 2013

Einsendungen und Vorauswahl

Zum achten Mal hatte die Fachgruppe Allgemeine Psychologie der DGPs zur Teilnahme am zweijährlichen Dissertationswettbewerb aufgerufen. Teilnahmeberechtigt waren in den Jahren 2011 bis 2013 an deutschsprachigen Universitäten abgeschlossenen Arbeiten. Mit 22 eingesandten Bewerbungen von 15 verschiedenen Universitäten war auch diesmal das Interesse groß. Ein freiwilliges Gremium aus 22 Expertinnen und Experten der Allgemeinen Psychologie wurde gebildet, jede(r) Gutachter(in) beurteilte 2 Arbeiten auf einer Reihe wissenschaftlich relevanter Dimensionen. Die 10 Kandidatin-nen und Kandidaten mit den besten Vorbeurteilungen wurden zum Abschlussymposium eingeladen, das am 22. und 23. Juni 2013 in Dresden stattfand.

Gutachter

Für die Vorbegutachtung stellten sich 22 Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung, denen die Fachgruppe AP herzlich dankt: Karl-Heinz Bäuml (Regensburg), Arndt Bröder (Mannheim), Heiner Deubel (München), Edgar Erdfelder (Mannheim), Joachim Funke (Heidelberg), Karl Gegenfurtner (Gießen), Heiko Hecht (Mainz), Gernot Horstmann (Bielefeld), Markus Huff (Tübingen), Andrea Kiesel (Würzburg), Reinhold Kliegl (Potsdam), Jutta Kray (Saarbrücken), Josef Lukas (Halle), Matthias M. Müller (München), Rüdiger Pohl (Mannheim), Stefan Pollmann (Magdeburg), Martina Rieger (Hall/Tirol), Klaus Rothermund (Jena), Ingrid Scharlau (Lüneburg), Erich Schröger (Leipzig), Rolf Ulrich (Tübingen) und Hubert Zimmer (Saarbrücken).

Abschlusssymposium

Das abschließende Symposium fand der Tradition gemäß an der Heimathochschule des letztmaligen Preisträgers statt, diesmal in Dresden. Als großzügiger Gastgeber und lokaler Organisator fungierte Thomas Goschke. Das Symposium wurde aus dem Etat der Fachgruppe finanziert.

An zwei Tagen stellten die 10 ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten ihre Dissertationen in je 30-minütigen Vorträgen vor und stellten sich einer anschließenden Diskussion mit der Jury und den Mitbewerber(inne)n. Der Jury gehörte die Sprechergruppe der Fachgruppe an (Arndt Bröder, Mannheim; Susanne Mayr, Düsseldorf; Martina Rieger, Hall/Tirol) sowie Thomas Goschke (Dresden), Klaus Rothermund (Jena) und Ingrid Scharlau (Lüneburg).

Die Mitglieder der Jury waren sich über die hohe Qualität aller ausgewählten Dissertationsprojekte einig und ließen einhellig vernehmen, dass die Veranstaltung unter anderem deshalb große Freude bereitet hat. Dementsprechend schwierig war es, aus den 10 sehr guten Vorträgen die drei preiswürdigsten zu küren.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abschlusssymposiums

Folgende 10 Kandidatinnen und Kandidaten waren mit den angegebenen Dissertations-titeln zum Symposium eingeladen:

  • Katrin Bittrich (Halle): Die Verarbeitung tonaler Reize im Kurzzeitgedächtnis: Kapazität und Kodierung
  • Reka Daniel-Weiner (Magdeburg, jetzt Princeton): The influence of different forms of outcome information on the neural substrates of the acquisition and representation of categories
  • Anja Fiedler (Tübingen): Redundancy gain in reaction time: Number of stimuli or number of percepts?
  • Rebecca Förster (Bielefeld): Eye movements, attention, and memory processes during sensorimotor learning and automatization
  • Isabella Fuchs-Leitner (Wien): Rehabilitating the bottom-up view of attention
  • Donatas Jonikaitis (München): Attentional Dynamics Before Coordinated Eye and Hand Movements
  • Heinrich R. Liesefeld (Saarbrücken): The Mental Representation in Mental Rotation. Its Content, Timing and Neuronal Source
  • Johanna Rimmele (Leipzig, jetzt Hamburg): Intact hearing, but impaired understanding: Sensory memory processing of tone sequences in healthy old age
  • Sarah Risse (Potsdam): Processing In The Perceptual Span: Investigations With The N+2-Boundary Paradigm
  • Christoph Witzel (Gießen, jetzt Sussex): Colours’ appearance in the light of language and experience. On the role of language and experience in colour perception

Preisträgerinnen und Preisträger

In die Kür der Preisträgerinnen und Preisträger flossen die Qualitätserkmale der Arbeit selbst sowie die Präsentation und Diskussion beim Symposium ein. Die Arbeiten der folgenden Personen betrachtete die Jury nach einer nicht einfachen, aber konsensualen Entscheidungsfindung als die preiswürdigsten:

1. Platz: Donatas Jonikaitis (LMU München)
2. Platz: Isabella Fuchs-Leitner (Wien)
3. Platz: Rebecca Förster (Bielefeld)

Die Fachgruppe Allgemeine Psychologie dankt allen beteiligten Gutachterinnen und Gutachtern sowie der Jury für Ihren Einsatz und gratuliert den Preisträgerinnen und dem Preisträger herzlich zu ihrem Erfolg!


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