Dissertationswettbewerb der Fachgruppe Allgemeine Psychologie

Seit 1999 findet alle zwei Jahre der Dissertationswettbewerb der FGAP statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Doktorinnen und Doktoren, die ihre Promotion im Bereich Allgemeine Psychologie in der Zeit seit dem letzten Wettbewerb erfolgreich abgeschlossen haben. Der Dissertationswettbewerb wird traditionell von dem/der Betreuer/in des/der Erstplatzierten des letzten Wettbewerbs unter Mithilfe des FGAP Sprecherteams ausgerichtet. Unter allen eingereichten Dissertationen werden durch ein freiwilliges Expertenteam zehn Arbeiten ausgewählt. Die ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten werden dann eingeladen, ihre Arbeit auf einem Abschlusssymposium vorzustellen, das an einer gastgebenden Universität ausgerichtet wird. Aus den Kandidatinnen und Kandidaten werden dann drei Preisträger ausgewählt.

Bericht über den

11. Dissertationswettbewerb der Fachgruppe Allgemeine Psychologie

Dissertationswettbewerb 2019 der Fachgruppe Allgemeine Psychologie

Vom 21. bis 23. Juni fand das Abschlusskolloquium des diesjährigen Dissertationswettbewerbs der Fachgruppe statt. Der Dissertationswettbewerb der Fachgruppe wird alle zwei Jahre ausgerichtet und wird von der Fachgruppe finanziert. Das Abschlusssymposium wird traditionell von dem Betreuer oder der Betreuerin des Vorgängergewinners sowie der Fachgruppenleitung organisiert.

Diesmal war Ingrid Scharlau von der Universität Paderborn Gastgeberin, die in das ein Seminarzentrum in Willebadessen eingeladen hatte. Die Gesamtorganisation lag bei Christina Bermeitinger (als ehemaliger FGAP-Sprecher, die dankenswerterweise den noch in 2018 begonnenen Wettbewerb damit zu Ende führte).

Am Abschlusskolloquium nahmen teil:

  • Fritz Günther (Tübingen, jetzt Mailand) The cognitive relevance of distributional semantic models (GoogleScholar)
  • Nina Hanning (LMU München) Visual attention and working memory in action: How eye and hand movements shape what we perceive and remember (ResearchGate)
  • Simone Malejka (Mannheim, jezt University College London) Challenging the Pole Position of Signal-Detection Theory in Memory Research (GoogleScholar)
  • Anna Metzger (Gießen) Beyond a single touch: Sequential and top-down effects in haptic perception (GoogleScholar)
  • Christina Pfeuffer (Freiburg) Instruction-based Action Control (ResearchGate)
  • Christian Poth (Bielefeld) Episodic Visual Cognition: Implications for Object and Short-Term Recognition (GoogleScholar)
  • Mikhail Spektor (Basel, jetzt Freiburg) Determinants of the Context Dependency of Choices (mikhail.spektor.ch)
  • Philipp A. Schröder (Tübingen) Neuromodulation of Spatial Associations: Evidence from Choice Reaction Tasks During Transcranial Direct Current Stimulation (GoogleScholar)
  • Robert Steinhauser (Eichstätt) Pre-Error Cognition: Insights into Cognitive Control through Neural Precursors of Performance Errors (GoogleScholar)
  • Christian Wolf (Marburg; jetzt Münster) Eye movements and the maximization of value (GoogleScholar)

Als Jury vor Ort fungierten Christina Bermeitinger,  Markus Janczyk, Wilfried Kunde, Ingrid Scharlau, Thomas Schmidt und Dirk Wentura.

 

Untere Reihe, v.l.n.r.: Christian Poth, Fritz Günther, Simone Malejka, Thomas Schmidt, Nina Hanning, Wilfried Kunde. Obere Reihe, v.l.n.r.: Christina Bermeitinger, Markus Janczyk, Ingrid Scharlau, Dirk Wentura, Anna Metzger, Philipp Schröder, Robert Steinhauser, Mikhail Spektor, Christian Wolf, Christina Pfeuffer

Die Vorträge und die Diskussionen während der zwei Tage waren durchgängig auf höchstem Niveau. Allen Teilnehmern gelang es außerordentlich gut, die Bedeutung ihrer Forschung für die Zuhörer deutlich zu machen, so dass durch die Vielfalt der Themen den Zuhören wichtige Anregungen und "updates" gegeben wurden.

Den Wettbewerb haben gewonnen:

Simone Malejka (1. Platz),

Nina Hanning (2. Platz),

Christian Poth und Fritz Günther (jeweils 3. Platz)

 

 

v.l.n.r. Die Preisträger: Christian Poth, Nina Hanning, Simone Malejka, Fritz Günther

Durch die engere Anbindung der FGAP an die Zeitschrift Experimentelle Psychologie (Editoren Christian Frings und Andreas Eder) ist die Siegerplatzierung noch verbunden mit dem Angebot, einen Artikel in Experimental Psychology gratis open access zu publizieren. (Selbstverständlich durchläuft das eingereichte Manuskript vorab das übliche peer reviewing).

 

Dank geht ...

... an alle Gutachterinnen und Gutachter, die zwischen einer und drei eingereichten Bewerbungen vorab begutachtet haben:

Alexandra Bendixen, Christina Bermeitinger, Arndt Bröder, Heiner Deubel, Knut Drewing, Andreas Eder, Uli Ettinger, Tobias Feldmann-Wüstefeld, Christian Frings, Sebastian Gluth, Anke Huckauf, Markus Janczyk, Barbara Kaup, Patrick Khader, Andrea Kiesel, Wilfried Kunde, Markus Raab, Jan Rummel, Werner Schneider, Anna Schubö, Alexander Schütz, Marco Steinhauser, Monika Undorf, Dirk Wentura,

... an den Verlag De Gruyter, der Bücher für die Preisträger beigesteuert hat,

... an die Jury vor Ort (s.o.),

... an Ingrid Scharlau für die Organisation des Tagungsortes und die Gartenparty am Freitagabend bei ihr zu Hause,

... an Christina Bermeitinger für die Gesamtorganisation des Wettbewerbs!

 

Die Sprechergruppe

Vergangene Wettbewerbe


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