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Jana Hauschild erhält den Preis für Wissenschaftspublizistik der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

16.09.2020

Der Preis für Wissenschaftspublizistik der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) wird in diesem Jahr an die freie Journalistin Jana Hauschild verliehen. „Jana Hauschild gelingt es auf eine differenzierte und engagierte Art und Weise, psychologische Forschung in den Medien darzustellen“, sagt DGPs-Präsidentin Birgit Spinath. „Dabei nimmt sie auch stark tabuisierte Themen in den Fokus und klärt die Öffentlichkeit darüber auf.“ Der Preis wird im Rahmen einer virtuellen Sitzung am 16. September 2020 verliehen.

Jana Hauschild schreibt als freie Journalistin über Wissenschafts- und Gesundheitsthemen.  Ihre Artikel wurden unter anderem bei Stiftung Warentest, SPIEGEL Online, Psychologie Heute, Gehirn+Geist und ZEIT Online veröffentlicht. In vielen ihrer Artikel informiert sie auf der Basis aktueller Forschung zu neuen Entwicklungen in der Psychologie und Psychotherapie (zum Beispiel zu Smartphones als Therapietool oder zur Analyse des DSM-5 kurz nach dessen Erscheinen). Aus Sicht der Jury und des DGPs-Vorstands zeichnet sich die Arbeit von Jana Hauschild dadurch aus, dass sie auch vor der Berichterstattung über weniger bekannte psychische Störungsbilder nicht zurückschreckt, sie typische Anzeichen und Ursachen beschreibt und Stigmatisierungen psychisch Kranker bekämpft. Stark tabuisierte oder häufig vernachlässigte Themen werden mit behutsamem Blick und präzisem Hintergrundwissen dargestellt. Davon zeugen Artikel zum Leid von Suizidhinterbliebenen, zu Missbrauch von Männern oder über Kinder von Strafgefangenen.
Bei all ihren Arbeiten geht es Jana Hauschild um das sensible und mitfühlende Informieren, um die Vermittlung einschlägiger Forschung und auch um daraus abgeleitete Empfehlungen für den Umgang mit den jeweils behandelten Problemen. Jana Hauschilds Fähigkeit, psychologische Themen zu durchdringen und journalistisch aufzubereiten, zeigt sich auch in ihren Ratgeber- und Buchveröffentlichungen. Im Jahr 2015 erschien der Ratgeber „Endlich schlafen – Schlafstörungen effektiv behandeln“. 2019 veröffentlichte Jana Hauschild das Buch „Übersehene Geschwister – Das Leben als Bruder oder Schwester psychisch Erkrankter“.
„Jana Hauschild verbindet auf beispielhafte Weise gesellschaftspolitisch engagierten Journalismus mit wissenschaftlicher Genauigkeit. Dies macht sie zu einer würdigen Trägerin des Preises für Wissenschaftspublizistik“, sagt DGPs-Präsidentin Birgit Spinath.

Die Preisträgerin

Jana Hauschild studierte von 2006 bis 2012 Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Bremen. Parallel zum Studium begann sie ihre journalistische Ausbildung. Sie erhielt hierzu ein Stipendium für journalistische Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung (2007-2012). Darüber hinaus absolvierte sie Praktika bei GEOkompakt, Spiegel Online und der Presseagentur ddp. Seit 2012 arbeitet Jana Hauschild als freiberufliche Journalistin für Wissenschafts- und Gesundheitsthemen.

Der Preis für Wissenschaftspublizistik

Der Preis für Wissenschaftspublizistik wird an eine Journalistin oder einen Journalisten verliehen, die/der sich um die Darstellung psychologischer Forschung in den Medien verdient gemacht hat. Berücksichtigt werden Beiträge in Printmedien, im Hörfunk und im Fernsehen. Maßgebend für die Vergabe des Preises sind folgende Gesichtspunkte: Inwiefern haben die Arbeiten dazu beigetragen, den empirischen Charakter der Psychologie und ihren Status als Wissenschaft zu verbreiten? Inwieweit ist es gelungen, die enge Verzahnung zwischen Grundlagenforschung und Anwendungsbezügen an konkreten Beispielen interessant darzustellen?


DGPs-Pressemitteilung_Publizistik-Preis_Hauschild.pdf

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