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Birgit Spinath ist neue Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

21.09.2018

DGPs-Mitglieder wählen neuen Vorstand

Am Mittwoch, dem 19.09.2018 wurde im Rahmen des 51. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main der neue Vorstand der DGPs vorgestellt. Professorin Birgit Spinath von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg tritt als Präsidentin die Nachfolge von Professor Conny H. Antoni von der Universität Trier an.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs e.V.) ist eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Psychologinnen und Psychologen. Die über 4500 Mitglieder erforschen das Erleben und Verhalten des Menschen. Sie publizieren, lehren und beziehen Stellung in der Welt der Universitäten, in der Forschung, der Politik und im Alltag.

Birgit Spinath ist seit 2004 Professorin für Pädagogische Psychologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit dem Lehren und Lernen in Schule und Hochschule, insbesondere den motivationalen Voraussetzungen für Lern- und Leistungsverhalten. Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis ist ihr dabei ein besonders wichtiges Anliegen.

„In der vergangenen Vorstandsperiode haben wir uns für die Qualitätssicherung in vielen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel mit der Einführung eines Qualitätssiegels für Bachelorstudiengänge“, sagte Birgit Spinath in ihrer ersten Ansprache als Präsidentin während der DGPs-Mitgliederversammlung in Frankfurt. „Diese sehr erfolgreiche Arbeit wollen wir auch im kommenden Vorstand in enger Kooperation mit dem Fakultätentag Psychologie fortsetzen. Ein Thema, das für mich von zentraler Bedeutung sein wird, ist die Verbesserung der Qualität in Studium und Lehre. Dazu haben wir bereits erste Schritte unternommen. In der aktuellen Ausgabe der Psychologischen Rundschau haben wir zum Beispiel Empfehlungen zur Qualitätssicherung in Studium und Lehre veröffentlicht.“ Die Empfehlungen richten sich an Lehrende aller Hochschulen, die Psychologie unterrichten und die Instanzen, die die Rahmenbedingungen für diese Lehre mitbestimmen. Sie reichen von konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Lehrveranstaltungen bis hin zu Prozessen, die Hochschulen als Ganzes betreffen, wie zum Beispiel die Etablierung von Qualitätsentwicklungssystemen. „Die Psychologie hat aufgrund ihres inhaltlichen und methodischen Spektrums beste Voraussetzungen, bei den Bemühungen um die Qualität der Lehre an Hochschulen eine führende Rolle einzunehmen. Unsere Empfehlungen sollen auch dazu anregen, diese Chancen stärker als bisher zu nutzen“, sagt Birgit Spinath.

Mitglieder des Vorstands 2018-2020

Der neue Vorstand umfasst weiter das Amt des 1. Vizepräsidenten, das in der kommenden Amtsperiode von Markus Bühner, Lehrstuhlinhaber für psychologische Methodenlehre und Diagnostik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ausgeübt wird. Mit der Wiederwahl von Annette Schröder als 2. Vizepräsidentin ist auch in diesem Vorstand eine Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie vertreten. Der Schriftführer für die kommenden zwei Jahre ist Christian Fiebach, Professor für Kognitive Neuropsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Als Schatzmeister wurde Jens Bölte von der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, außerplanmäßiger Professor für Linguistik und Kognitive Neurowissenschaften, in den Vorstand wiedergewählt. Der neue Vertreter der Jungmitglieder ist Gordon Feld, Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin. Ulrich Ansorge, Professor für Kognitionspsychologie an der Universität Wien, ist neuer Beisitzer und gleichzeitig Ausrichter des 52. Kongresses der DGPs, der im September 2020 in Wien stattfinden wird.

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