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Andrea Abele-Brehm ist neue Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

29.09.2014

DGPs-Mitglieder wählten in Bochum ihren neuen Vorstand

Im Rahmen des 49. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. (DGPs) an der Ruhr-Universität Bochum wurde am Mittwoch, den 24.09.2014, der neue Vorstand der DGPs vorgestellt. Getreu dem Motto des Bochumer Kongresses, „Die Vielfalt der Psychologie“, werden auch im aktuellen Vorstand viele Teildisziplinen des Faches vertreten sein. Neue Präsidentin der DGPs ist die Erlangener Professorin Andrea Abele-Brehm, die die Nachfolge des Bochumer Wissenschaftlers Prof. Jürgen Margraf antreten wird.

Andrea Abele-Brehm ist seit 1994 Inhaberin des Lehrstuhls für Sozialpsychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie forscht in den Bereichen Sozialpsychologie, Organisationspsychologie und Positive Psychologie. „Ich möchte die aktive und erfolgreiche Arbeit des vergangenen Vorstands weiterzuführen und mich dafür einsetzen, dass bei allen zukünftigen Herausforderungen die Einheit unserer Wissenschaftsdisziplin bewahrt bleibt“ sagte Prof. Abele-Brehm am Mittwoch zu ihrem Amtsantritt in Bochum. „In den nächsten Jahren kommen wichtige fachpolitische Aufgaben auf uns zu. Diese betreffen etwa die Weiterentwicklung der Empfehlungen zum Psychologiestudium, insbesondere zum Masterstudium, sowie die Reform der Psychotherapieausbildung, beides im Einklang mit den Empfehlungen der DGPs.“ Auch die Qualitätssicherung in der psychologischen Forschung ist Prof. Abele-Brehm ein wichtiges Anliegen. „Wir müssen beispielsweise über sinnvolle Qualitätskriterien für die Beurteilung von Forschungsleistungen nachdenken, die wir zusätzlich zu quantitativen Indikatoren einsetzen können.“

Daneben soll an Erfolge vergangener Amtsperioden angeknüpft werden. „Die öffentliche Wahrnehmung der Psychologie, insbesondere auch der wissenschaftlichen Psychologie, hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt“, erklärte Prof. Abele-Brehm. „Wissenschaftliche Experten sind häufig gefragte Ansprechpartner für gesellschaftlich relevante Themen. Wir möchten diese positiven Entwicklungen weiter voranbringen und unsere Öffentlichkeitsarbeit nutzen, um über neue Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung zu informieren und ein zuverlässiger Ansprechpartner für Journalisten zu sein.“ Auch die Kontakte und die Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Psychologie auf politischer Ebene sollen weiter ausgebaut werden. So wäre es laut Frau Abele-Brehm wünschenswert, dass Psychologen zukünftig vermehrt bei Reformen ihre Expertise anbieten und den politischen Ausschüssen beratend zur Seite stehen.

Der neue Vorstand umfasst weiter das Amt des 1. Vizepräsidenten, das in der kommenden Amtsperiode von Conny Herbert Antoni, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Trier, ausgeübt wird. Mit Prof. Annette Schröder als 2. Vizepräsidentin ist auch in diesem Vorstand wieder eine Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie vertreten. Der Schriftführer für die kommenden zwei Jahre ist der Marburger Wissenschaftler Mario Gollwitzer, Professor für Methodenlehre und Sozialpsychologie. Als Schatzmeister wurde Jens Bölte aus Münster, Professor für Linguistik und Kognitive Neurowissenschaften, in den Vorstand gewählt. Neue Vertreterin der Jungmitglieder ist Dr. Ilka Wolter aus Bamberg. Professor Immo Fritsche, Sozialpsychologie aus Leipzig, ist der neue Beisitzer und gleichzeitig der Ausrichter des 50. Kongresses der DGPs, der 2016 in Leipzig stattfinden wird.

 

Mehr Informationen zum neuen Vorstand finden Sie in Kürze auf der DGPs-Website.

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