Wirtschaftspsychologie

In Anlehnung an Hugo Münsterberg (1912), einen Schüler Wilhelm Wundts, könnte die Wirtschaftspsychologie als Oberbegriff für alle verschiedenen Teilbereiche der Psychologie aufgefasst werden, die einen Bezug zum Wirtschaftsleben aufweisen. Demnach wären die Arbeits-, Organisations- und auch die Personalpsychologie als ein Teil der Wirtschaftspsychologie einzuordnen. Nach Ansicht der Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie (AOW) der DGPs sind wirtschaftspsychologische Fragestellungen jedoch eher als Ergänzung zur etablierten Arbeits- und Organisationpsychologie zu verstehen. Es geht dann um das Verhalten und Erleben der Menschen in breiteren wirtschaftlichen Zusammenhängen (z. B. als Konsument, als Steuerzahler) und umfassende wirtschaftliche Prozesse (z. B. Wirtschaftsentwicklung, Internationalisierung), Erkenntnisse aus der Markt- und Werbepsychologie sowie der Finanzpsychologie. Während Schwerpunkte und Vertiefungen in der universitären Psychologieausbildung oft Arbeits- und Organisationspsychologie heißen, nutzen viele Fachhochschulen oder Weiterbildungsanbieter eher den Begriff der Wirtschaftspsychologie. Dieser Begriff spiegelt neben der Abgrenzung zur universitären Ausbildung und der leichteren Verständlichkeit für Laien auch den oft hohen Anteil wirtschaftswissenschaftlicher Inhalte in den Curricula wieder.

Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie


nach oben