Arbeitspsychologie

In der Arbeitspsychologie steht traditionell das Erleben und Verhalten von erwerbstätigen Personen im Vordergrund. Dabei geht es insbesondere um äußere Arbeitsbedingungen, Tätigkeitsanforderungen und die Wirkungen von Arbeit auf den Arbeitnehmer. Dazu gehören z. B. Stress und Gesundheitsbeeinträchtigungen. Betrachtet werden in diesem Zusammenhang auch die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit.

Die zentralen Gestaltungs- und Bewertungsdimensionen, die für die Beurteilung menschlicher Arbeit relevant sind, sind in DIN EN ISO 6385 2004 festgehalten. Sie umfassen die Arbeitsorganisation hinsichtlich des Zusammenwirkens verschiedener Arbeitssysteme und Arbeitsabläufe. Dazu zählen die Gestaltung der Arbeitsaufgaben, der Arbeitsumgebung mit Blick auf physikalische, chemische, biologische und soziale Bedingungen, die Gestaltung der Arbeitsmittel einschließlich Schnittstellen zwischen Mensch und Arbeitsmittel, Hardware und Software. Außerdem geht es um die Gestaltung des Arbeitsraums und des Arbeitsplatzes im Hinblick auf Bewegungen, Körpermaße, Körperhaltung, Körperbewegungen und Muskelkraft.

Arbeitspausen zum Zwecke der Erholung des Arbeitenden müssen ebenfalls in bestimmter Form organisiert sein, um zentralen Fehlbeanspruchungsfolgen bei z. B. chronisch-degenerativen Erkrankungen entgegenzuwirken. Die Forschung sucht dabei nach generellen Gesetzmäßigkeiten beim Wahrnehmen, Denken, Lernen, Motivieren etc., die für die meisten Arbeitenden gültig sind. Interindividuelle Unterschiede der Arbeitenden, der Arbeitsgruppe und der Organisation sind eher ein Randgebiet der Arbeitspsychologie.

Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie


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