Prof. Dr. Theo Herrmann

Theo Herrmann wurde 1929 in Bochum geboren. Er studierte von 1950 bis 1954 an der Universität Mainz Psychologie. Nach der Promotion (1956) und nach einer Praxiszeit als Betriebspsychologe in Norddeutschland habilitierte er sich in Mainz (1963). Nach der Berufung zum Ordinarius an die Technische Universität Braunschweig (1964) widmete er sich vor allem der psychologischen Erforschung der elterlichen Erziehung. Unter anderem entstand die "Psychologie des elterlichen Erziehungsstils. Komponenten der Bekräftigung in der Erziehung" (mit K. Stapf und K. H. Stäcker. Bern/Stuttgart: Huber/Klett, 1972, Zweite Auflage, 1976).

1968 wechselte er an die Universität Marburg. Dort veröffentlichte er sein "Lehrbuch der empirischen Persönlichkeitsforschung" (Göttingen: Hogrefe, 1969, Sechste Auflage 1991). Seit den Siebzigerjahren konzentrieren sich Herrmanns Forschungsarbeiten auf die Erzeugung sprachlicher äußerungen und deren Zusammenhang mit dem Denken, der Raumkognition und anderen kognitiven Vorgängen. Diese Arbeiten baute er nach seinem Wechsel an die Universität Mannheim (1977) aus. Theoretische und empirische Ergebnisse seines Arbeitskreises wurden unter anderem in folgenden Büchern publiziert: "Allgemeine Sprachpsychologie (München: Urban und Schwarzenberg, 1985, Zweite Auflage, Weinheim: Psychologische Verlags Union, 1995) und "Sprechen: Psychologie der Sprachproduktion" (mit J. Grabowski. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag, 1994) sowie die Monographie "Sprache verwenden" (Stuttgart: Kohlhammer, 2005).

Herrmann hat sich darüber hinaus intensiv mit der Wissenschaftstheorie der Humanwissenschaften befasst, wobei unter anderem "Psychologie als Problem" (Stuttgart: Klett-Cotta, 1979) entstand. Insgesamt liegen von ihm etwa 200 wissenschaftliche Veröffentlichungen vor. 1994 erhielt er einen Lehrpreis des Landes Baden-Württemberg. Seit 1997 ist Theo Herrmann emeritiert. Theo Herrmann war von 1970 bis 1972 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und ist seit 1998 Ehrenmitglied der DGPs.

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