9. Dissertationswettbewerb der Fachgruppe Allgemeine Psychologie in Ohlstadt, 12. bis 14. Juni 2015

Einsendungen und Vorauswahl

Zum neunten Mal hatte die Fachgruppe Allgemeine Psychologie der DGPs zur Teilnahme am zweijährlichen Dissertationswettbewerb aufgerufen. Teilnahmeberechtigt waren in den Jahren 2013 bis 2015 an deutschsprachigen Universi­täten abgeschlossene Arbeiten. Mit 24 eingesandten Bewerbungen von 18 verschiedenen Universitäten war auch diesmal das Interesse groß. Ein freiwilliges Gremium aus 24 Expertinnen und Experten der Allgemeinen Psychologie wurde gebildet, jede(r) Gutachter(in) beurteilte zwei Arbeiten auf einer Reihe wissenschaftlich relevanter Dimensionen. Die zehn Kandidatin­nen und Kandidaten mit den besten Vorbeurteilungen wurden zum Abschlusssymposium eingeladen, das am 12 und 14. Juni 2015 in Ohlstadt stattfand.

Gutachter

Folgende Gutachterinnen und Gutachter trugen ihre Expertise zur Vorauswahl der Arbeiten bei:

Rasha Abdel Rahman, Ulrich Ansorge, Roland Deutsch, Andreas Eder, Ralf Engbert, Christian Frings, Tobias Heed, Annette Hiemisch, Barbara Kaup, Andrea Kiesel, Iring Koch, Wilfried Kunde, Hermann Müller, Jochen Müsseler, Roland Neumann, Uta Noppeney, Martin Reuter, Tobias Richter, Jörg Rieskamp, Thomas Schmidt, Anna Schubö, Stephan Schwan, Melanie Steffens und Rolf Ulrich

 

 

Abschlusssymposium

Der Tradition gemäß fungierte als Gastgeber des Symposiums der Betreuer des letztmaligen Gewinners. Das war diesmal Heiner Deubel von der LMU München, der als Veranstaltungsort ein Tagungshotel in Ohlstadt (Nähe Garmisch-Partenkirchen) ausgewählt hatte. Dieses erwies sich nicht nur als deutlich preisgünstiger für die Fachgruppe als entsprechende Unterkünfte in München, sondern es sorgte auch für eine freundliche Atmosphäre, umgeben von schönem Bergpanorama.

An zwei Tagen stellten die 10 ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten ihre  Dissertationen in je 30-minütigen Vorträgen vor und stellten sich einer anschließenden Diskussion mit der Jury und den Mitbewerber(inne)n. Der Jury gehörte die "alte" Sprechergruppe der Fachgruppe an (Arndt Bröder, Mannheim; Susanne Mayr, Passau; Martina Rieger, Hall/Tirol), die den Wettbewerb als "letzte Amtshandlung" organisiert hatte. Zudem waren der Gastgeber Heiner Deubel (LMU München) und die neu gewählte Fachgruppensprecherin Christina Bermeitinger (Hildesheim) Teil der Jury.

Die Mitglieder der Jury waren sich über die außerordentlich hohe Qualität aller ausgewählten Dissertationsprojekte einig und ließen einhellig vernehmen, dass die Veranstaltung unter anderem deshalb große Freude bereitet hat. Dementsprechend schwierig war es, aus den zehn sehr guten Vorträgen die drei preiswürdigsten zu küren.

Als Besonderheit des diesjährigen Symposiums ist zu verzeichnen, dass eine Kandidatin per Skype zugeschaltet war und die Vorträge der anderen online mitverfolgte sowie ihren eigenen Vortrag ebenfalls aus der Distanz halten musste.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abschlusssymposiums

Folgende zehn Kandidatinnen und Kandidaten waren mit den angegebenen Dissertations­titeln zum Symposium eingeladen:

  • Badde, Stephanie (Hamburg): Top-Down and Bottom-Up Influences on Tactile Localization and Remapping
  • de la Vega, Irmgard (Tübingen): Body-Specific Influences on Language Processing: Investigating Predictions of the Experiential-Simulations View of Language Comprehension
  • Dignath, David (Würzburg):  Conflict Management
  • Feldmann-Wüstefeld, Tobias (Marburg): The role of context homogeneity in deployment of visual attention
  • Giesen, Carina (Jena): Mechanisms of Automatic Action Regulation: New Insights From the Study of Distractor Integration Effects
  • Pfister, Roland (Würzburg): Breaking the rules: Cognitive conflict during deliberate rule violations
  • Rabovsky, Milena (HU Berlin): Semantic richness effects in visual word processing: Combining event-related brain potentials and connectionist network modeling
  • Schad, Daniel (Potsdam): Mindless Reading and Eye Movements! Theory, Experiments and Computational Modeling
  • Schmidt, Filipp (Kaiserslautern): Perceptual grouping in rapid visuomotor processing
  • Walser, Moritz (Dresden): The Failure of Deactivating Completed Intentions

Preisträgerinnen und Preisträger

In die Kür der Preisträgerinnen und Preisträger flossen die Vorbeurteilungen, die Qualitätsmerkmale der Arbeit selbst sowie die Präsentation und Diskussion beim Symposium ein. Die Jury entschloss sich wegen der kaum noch möglichen Differenzierung zwischen den ausnahmslos hervorragenden Forschungsarbeiten, zwei gleichberechtigte erste Plätze und einen zweiten Platz zu vergeben:

1. Platz (a): Stephanie Badde (Hamburg)

1. Platz (b): Tobias Feldmann-Wüstefeld (Marburg)

2. Platz: David Dignath (Würzburg)

Neben den Urkunden konnten die Gewinnerin und die Gewinner auch Büchergutscheine des Springer-Verlags im Wert von je 60,- € entgegennehmen, die vom Verlag für diesen Anlass gespendet worden waren.

Die Fachgruppe Allgemeine Psychologie dankt allen beteiligten Gutachterinnen und Gutachtern sowie dem Gastgeber Heiner Deubel für ihren Einsatz und gratuliert der Preisträgerin und den Preisträgern herzlich zu ihrem Erfolg!

 


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