Empfehlungen des Vorstands für Masterstudiengänge in Psychologie:

Die Benennung von Masterstudiengängen und -abschlüssen sollte vereinheitlicht werden. Dadurch könnten sich Studierende leichter orientieren und die „Ausrichtung“ eines Masterstudiengangs wäre transparenter. Folgende Regelungen werden für die Benennung eines Masterabschlusses in Psychologie vorgeschlagen:

a)      Der Abschluss „Master of Science (M.Sc.) in Psychologie“ sollte dann vergeben werden, wenn es sich um einen allgemeinen, nicht inhaltlich spezifizierten Masterstudiengang handelt; der Abschluss „M.Sc. in Psychologie“ sollte auch dann vergeben werden, wenn es sich um einen allgemeinen Masterstudiengang handelt, bei dem die Empfehlungen zum Kerncurriculum (siehe unten) vollständig erfüllt sind und gleichzeitig eine Schwerpunktsetzung vorgegeben ist.

b)      Der Abschluss „Master of Science (M.Sc.) in X-Psychologie“ (z.B. „M.Sc. in Medienpsychologie“ oder „M.Sc. in Wirtschaftspsychologie“) sollte dann vergeben werden, wenn es sich um einen spezialisierten Masterstudiengang handelt, bei dem die Empfehlungen zum Kerncurriculum nicht vollständig erfüllt sind.

c)       Der Abschluss „Master of Science (M.Sc.) in [genaue Bezeichnung]“ (z.B. „M.Sc. in Arbeitswissenschaft und Organisationspsychologie“) sollte vergeben werden, wenn es sich um einen interdisziplinären Studiengang mit substantiellem Psychologieanteil handelt.

Für einen „allgemeinen“ Masterstudiengang nach Typ a („Master of Science (M.Sc.) in Psychologie“; viersemestrig, 120 Leistungspunkte nach ECTS) sollten folgende Bedingungen erfüllt sein („Kerncurriculum“):

a)      Die Kernbereiche „Forschungsmethoden“, „Psychologische Diagnostik“, „Grundlagen“ und „Anwendungen“ sollten jeweils in einem Umfang von mindestens 10 Leistungspunkten nach ECTS (LP) gelehrt werden. Die Grundlagen- und Anwendungsmodule können dabei – je nach Kapazität vor Ort – in Form von Wahlpflichtmodulen angeboten werden.

b)      Das Modul „Masterarbeit“ sollte 30 LP umfassen.

c)       Das Modul „Externes Praktikum“ sollte (mindestens) 10 LP umfassen.

d)      Der Studiengang sollte ein „Ergänzungsfach“ beinhalten. Hier kann sowohl ein klassisches Nebenfach (z.B. Biologie, Medizin, Betriebswirtschaftslehre, Philosophie) gemeint sein, es kann sich aber auch um ergänzende psychologische Inhalte, beispielsweise Grundlagen- oder Anwendungsmodule, die nicht bereits im „Kernbereich“ gewählt wurden, handeln. Dieser Bereich sollte mindestens 5 LP umfassen.

e)      Für den Bereich „Projektarbeit“ und „Kommunikation wissenschaftlicher Ergebnisse“ sollte mindestens 5 LP vorgesehen werden.

f)       Bis zu 30 LP sollten für „freie“ Module vorgehalten werden; hier können die inhaltlichen Schwerpunkte der allgemeinen Masterprogramme weiter ausgebaut werden.

Der Vorstand empfiehlt, dass ein solcher „allgemeiner“ Masterstudiengang Psychologie an jedem Institut angeboten wird, welches auch einen allgemeinen Bachelorstudiengang Psychologie anbietet.

Hinweis: Die Ergebnisse der Kommissionsarbeit zu Bachelor- und Masterstudiengängen sind in zwei Berichten veröffentlicht worden und in einer Kurzzusammenfassung hier einsehbar.


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