Psychologisches Institut

Die Tradition der Bonner Psychologie reicht bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Die erste psychologische Lehrveranstaltung hielt der Philosoph Carl August Brandis im Wintersemester 1838/39 ("Unterredungen über Psychologie") mit neun Teilnehmern. Im Jahre 1898 wurde das Psychologische Seminar der Universität Bonn begründet, dessen Kern das psychophysische Labor des Helmholtz-Schülers Benno Erdmann war. An diesem Seminar forschten vor dem 1. Weltkrieg auch die später berühmten Denkpsychologen Oswald Külpe, Karl Bühler und Otto Selz. Gegenwärtig ist die Psychologieausbildung in Bonn durch Schwerpunkte in den Grundlagenfächern, den Anwendungsfächern und den quantitativen Methoden der Psychologie gekennzeichnet. Die Schwerpunkte im Bereich der Grundlagenfächer liegen in der Allgemeinen Psychologie, die durch zwei Professuren vertreten wird, der Biopsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie sowie der Sozialpsychologie. Unter den Anwendungsfächern haben die Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie, die psychologische Diagnostik und Evaluationsforschung sowie die Klinische, Pädagogische und Rechtspsychologie ein besonderes Gewicht. Insgesamt umfasst der Lehrkörper in Bonn neun Professorinnen und Professoren sowie ungefähr 20 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam ist den Dozentinnen und Dozenten eine quantitativ-experimentalpsychologische Orientierung, die sich in einem starken Gewicht der psychologischen Methodenlehre in Ausbildung und Forschung niederschlägt.

Weitere Angaben der Einrichtung

Detaillierte Angaben zu den Studiengängen


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