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Weihnachtsstress? – Die Adventszeit ist doch schon fast vorbei!

16.12.2014

Alle Jahre wieder kommt das Weihnachtsfest und damit einhergehend eine Zeit der Freude – und des Stresses… Aber fangen Sie ruhig schon mal an, sich zu entspannen. Mit dem Ende der Adventszeit lässt nämlich auch der Stress nach, den wir mit der Weihnachtszeit verbinden. An den Festtagen selber, so zeigen die Ergebnisse zweier Befragungen, ist der größte Stress glücklicherweise schon vorbei.

Wie Menschen die Weihnachtszeit erleben, was genau sie stresst und was sie erfreut, ist bis jetzt nur wenig untersucht worden. Warum artet die eigentlich doch so besinnliche Weihnachtszeit für manche Menschen in puren Stress aus? Dieser Frage sind Psychologen der Universität Erlangen-Nürnberg nun in zwei Umfragen nachgegangen. Dazu haben sie insgesamt rund 500 Personen im Alter von 17 bis 77 Jahren zu ihrem Stresserleben in der Advents- und Weihnachtszeit, ihrem allgemeinen Stresserleben sowie ihren Gedanken und Gefühlen rund um die Weihnachtszeit mittels Online- und Papierfragebögen befragt.

Dabei zeigte sich, dass die Mehrheit der Befragten den Stress in der Adventszeit deutlich höher einschätzt als den Stress an Heiligabend und den Feiertagen. Die Adventszeit ist traditionell gesehen die Vorbereitung auf Weihnachten und gipfelt an Heiligabend. Mit dem Stresserleben verhält es sich jedoch andersherum: Während viele Befragte die Adventszeit als sehr stressig erleben, ist der Stress am Heiligabend schon weniger und an den Feiertagen sind die Menschen noch entspannter.

Stress für die Gestressten

Auch muss die Weihnachtszeit nicht automatisch für jeden stressig sein. In der Umfrage wurde nach dem allgemeinen Stresserleben – also unabhängig von der Weihnachtszeit – gefragt. Insbesondere diejenigen Menschen, die auch sonst eher gestresst reagieren, erleben der Umfrage zufolge Weihnachtsstress. „Will man die Weihnachtszeit entspannter erleben, sollte man an seinem generellen Umgang mit potentiell stressreichen Situationen arbeiten“, sagt Prof. Andrea Abele-Brehm, die die beiden Umfragestudien betreut hat.

Die positiven Gefühle überwiegen

Die Befragten äußern sowohl positive als auch negative Gedanken über das Weihnachtsfest. Besonders stressig empfinden sie es, sich Geschenke zu überlegen und sie zu besorgen. Auch die kommerzielle Ausrichtung des Weihnachtsfestes und die damit verbundene finanzielle Belastung werden negativ erlebt. Während sich einige Befragte daran stören, an Weihnachten in die Kirche gehen zu müssen, bemängeln andere wiederum, dass viele Menschen den religiösen Ursprung des Festes vergessen haben.

„Weihnachten geht sowohl mit positiven als auch negativen Gefühlen einher, jedoch überwiegen die positiven Gefühle bei weitem“, sagt Prof. Andrea Abele-Brehm. Als besonders schön erleben die Befragten gemeinsam verbrachte Zeit und Erlebnisse mit Freunden und Familie. Die Freude am Schenken wird teilweise als noch befriedigender erlebt als die Freude, Geschenke zu bekommen. Auch allgemeine Dinge, die die Weihnachtsstimmung ausmachen, wie die festliche Dekoration, das Schmücken des Weihnachtsbaumes, Kerzen und Düfte, sowie gutes Essen und Trinken, sind mit positiven Gedanken verbunden.

Ansprechpartnerin für die Presse:

Anne Klostermann
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Marienstr. 30
10117 Berlin

E-Mail: klostermann(at)dgps.de
Tel.: 030-28047718

DGPs-Pressemitteilung_16-12-2014.pdf

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