Mitteilungsdetail

Faszination Forschung

20.09.2012

48. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. 23. - 27. September 2012 in Bielefeld

Unter dem Motto „Faszination Forschung“ präsentiert die DGPs Spitzenforschung aus allen Feldern der Psychologie und angrenzenden Disziplinen. Im Programm des fünftägigen Kongresses finden sich alle drängenden Themen unserer Zeit. Die Spannbreite der Vorträge, Workshops und Keynotes reicht von der klassischen psychischen Gesundheit über die Frage, wie wir zu den Menschen werden, die wir sind, bis hin zur Frage auf welchen Grundlagen wir tagtäglich unsere Entscheidungen treffen.

Keynotes zeichnen ein aktuelles Bild relevanter psychologischer Wissenschaft


Insgesamt 18 Keynotes berichten von aktuellen Entwicklungen in der psychologischen Forschung, stellen die Verbindung zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung her und stellen neue Ansätze und Perspektiven vor, mit denen die Wissenschaftler Antworten auf gesellschaftliche Fragen und Krisen geben wollen.
Eine Übersicht über die Keynote-Vorträge finden Sie hier:
http://www.dgpskongress.de/frontend/index.php?page_id=201&v=List&do=0&day=146

Um Entscheidungen, Entscheidungshilfen und intuitive Intelligenz geht es in zwei Keynotes:


Prof. Dr. Christiane Spiel, Universität Wien, zeigt, dass es sich lohnt, im Bildungsbereich, in Unternehmen und der Politik Strategien und durchgeführte Maßnahmen zu evaluieren - um daraus zu lernen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Vortrag findet statt am Mittwoch, 26.09.2012, 12:00 - 12:45 Uhr, im Hauptgebäude der Uni Bielefeld, Hörsaal 13 (198).

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin erörtert seine Forschungsergebnisse zur Frage, wie Entscheidungen in unserer globalisierten Welt getroffen werden. Er stellt analytische und anscheinend objektive Methoden intuitiven Entscheidungen gegenüber, die auf Wissen und Erfahrungen beruhen. „Weniger kann mehr sein”, sagt Gigerenzer und gibt damit einen Denkanstoß für die Entscheidungsfindung im Umgang auch mit den derzeitigen Krisenszenarien. Der Vortrag findet statt am
Montag, 24.09.2012, 12:00 - 12:45 Uhr, im Hauptgebäude der Uni Bielefeld, Hörsaal 13 (198).

Bewerbungen, Eignungsdiagnostik und Rechtsfragen


Prof. Martin Franzen von der Ludwig-Maximilians-Universität München macht auf einen ganz anderen Aspekt aufmerksam. Er zeigt in seiner Keynote die Auswirkungen eines Gesetz-Entwurfs der Bundesregierung zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes. Franzen wendet sich gegen die Einstufung psychologischer Tests als ärztliche Untersuchung. „Das sind verschiedene Sachverhalte,” sagt Franzen. ”Bei eignungsdiagnostischen Tests geht es um Informationen über die Leistung und Fähigkeiten der Bewerber mit Blick auf ein Anforderungsprofil eines konkreten Arbeitsplatzes, also um Leistungsdaten und nicht um problematische Gesundheitsdaten.“ Nach dem Gesetzentwurf dürften für die Testanwendung ausgebildeten Psychologen gegenüber Arbeitgebern ihre Testergebnisse nicht darlegen, andere, keiner gesetzlichen Schweigepflicht unterliegende Berufsgruppen dagegen schon. “Das wäre weder im Interesse der Bewerber noch der Unternehmen”, meint Franzen. Der Vortrag findet statt am
Montag, 24.09.2012, 12:00 - 12:45 Uhr, im Hauptgebäude der Uni Bielefeld, Hörsaal 12 (255).

Fan-Kultur, Hooligans und Wissenstransfer aus der Psychologischen Forschung


Die Gewaltprävention ist ein großes psychologisches Forschungsthema, das gerade jetzt, in der Frühphase der Bundesliga, bei den Fußball-Klubs und in der Politik ein zentrales Thema ist. Prof. Dr. Friedrich Lösel von der University of Cambridge in Großbritannien und der Universität Erlangen-Nürnberg, ist einer der Verfasser der größten Hooligan-Studie in Deutschland. Er empfiehlt einen Maßnahmenkatalog, der neben Einschränkungen auch Kontrollen und Fan-Arbeit vorsieht. Ein Teil dieser Maßnahmen sei inzwischen aufgegriffen, sagt Lösel. „Zu wenig wird jedoch noch innerhalb der durchaus nicht homogenen Szene nach deren sozio-kultureller Herkunft differenziert. Kontrollen und Einschränkungen provozieren zudem ein Katz-und-Maus-Spiel von Hooligans und Ordnungskräften. Psychologische Methoden und Ansätze können hier helfen.“ Prof. Lösel geht es dabei aber auch um die Anforderungen, denen sich Wissenschaftler stellen müssen, wenn sie wollen, dass ihre Ergebnisse von der Gesellschaft aufgegriffen werden – und um Wirkfaktoren und Rahmenbedingungen, die den Transfer bisweilen schwierig machen. Der Vortrag findet statt am
Montag, 24.09.2012, 12:00 - 12:45 Uhr, im Hauptgebäude der Uni Bielefeld, Hörsaal 14 (172).

Kooperation mit Polen


Zum ersten Mal wird es in Bielefeld mit der Polskie Towarzystwo Psychologiczne (Polnischen Gesellschaft für Psychologie) einen Ehrengast geben, deren Vertreter über die Lage der Psychologie in Polen berichten werden.

Weitere Informationen: http://www.dgpskongress.de/frontend/index.php

Pressestelle des 48. Kongress der DGPs:
Milde Science Communication
Merkurstr.12
D-14482 Potsdam
Tel. +49 331 5839354
Fax. +49 331 5839357
dgpskongress(at)mildemarketing.de

Der Kongress findet im Hauptgebäude der Universität Bielefeld statt.
Adresse: Universität Bielefeld, Universitätsstraße 25, 33615 Bielefeld

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