Bachelor und Master

Welche Studienabschlüsse in Psychologie gibt es?

Durch die Bologna-Reform sind die Diplomstudiengänge in Deutschland inzwischen durch die Kombination von Bachelor- und Master-Studiengängen ersetzt worden.

Ein Master of Science (M.Sc.)-Abschluss in Psychologie ist die Voraussetzung für eine uneingeschränkte selbständige psychologische Berufstätigkeit in verschiedenen Berufsfeldern. Ein Master ist zudem die Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und andere Formen der Weiterbildung. Das Konzept des European Diploma in Psychology (EuroPsy) zur Schaffung eines europaweit akzeptierten Ausbildungsstandards hat ebenfalls ein Master-Studium zur Grundlage.

Was ist der Bachelor in Psychologie?

Der Bachelor of Science (B.Sc.) in Psychologie oder ein vergleichbarer Abschluss stellt eine Zugangsvoraussetzung für ein M.Sc.-Studium in Psychologie dar. Der B.Sc.-Abschluss ist zwar grundsätzlich berufsqualifizierend. Nach dem Verständnis der europäischen Fachgesellschaften für Psychologie qualifiziert der Bachelor jedoch nicht für eine unabhängige, selbständige psychologische Berufstätigkeit. Im Regelfall dürfte ein Bachelor-Absolvent in Psychologie vorwiegend für psychologische Routinetätigkeiten, z.B. im Bereich der Diagnostik oder Evaluation, zuständig sein. Berufsbild und Arbeitsmarkt des Bachelors sind gegenwärtig jedoch noch völlig offen, da es sich um einen für Deutschland neuen Studienabschluss handelt und entsprechende Erfahrungen noch nicht vorliegen.

Das konsekutive Studium: Bachelor + Master

Ein Bachelorstudiengang, der in der Regelstudienzeit absolviert wird, dauert in der Regel drei Jahre, ein daran anschließender Masterstudiengang in der Regel weitere zwei Jahre. Für einen konsekutiven Bachelor- und Masterstudiengang sind also insgesamt fünf Jahre zu veranschlagen. (Etwa der gleiche Zeitbedarf ergab sich für ein Diplomstudium der Psychologie.) Mit dem Bachelor-Abschluss kann man sich für einen Master-Studienplatz bewerben. Die Universitäten sind nicht verpflichtet, so viele Master-Studienplätze anzubieten, wie es der Anzahl von Bachelor-Absolventen entspricht. Die Fachverbände sind sich jedoch darin einig, dass nur durch eine hohe Quote von Master-Studienplätzen der Bedarf an qualifizierten Psychologen in der Zukunft gedeckt werden kann und haben daher stets die Empfehlung ausgesprochen, für alle Bachelorabsolventen Master-Studienplätze anzubieten


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