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``Error-Bar-Plots'' und Konfidenzintervalle
Geoffrey Loftus (1993b [47]) schlägt vor,
Signifikanztests mit
``Plot-Plus-Error-Bars'' (PPE's) zu ersetzen.
Was sind PPE's und warum können sie den Signifikanztest
ersetzen und darüber hinaus zusätzliche Information
liefern? PPE's sind einfache Graphiken, die Mittelwerte
und ``Error-Bars'' für diese Mittelwerte enthalten.
Als Error Bars benutzt Loftus meist den Standardfehler. Der
Standardfehler ist nichts anderes als eine besondere Variante
eines Konfidenzintervalls, dessen exakte Größe von
der Art der Stichprobenverteilung des Mittels abhängt. Bei
einer Normalverteilung entspricht das Intervall, das durch je
einen Standardfehler zu beiden Seiten des Mittels aufgespannt
wird, ungefähr einem 67% Konfidenzintervall. Ein Error-Bar-Plot
mit je 1.96 Standardfehlern zu beiden Seiten eines normalverteilten
Mittels entspricht einem 95% Konfidenzintervall. Ein signifikantes
Ergebnis bei einem Test von Was sagen uns nun Konfidenzintervalle? Wenn wir unsere Studie sehr oft exakt replizieren, und jedesmal ein 95% Konfidenzintervall berechnen, so werden diese Intervalle in 95% aller Studien das Populationsmittel umschließen, und in 5% aller Studien nicht (siehe Freedman, Pisani, Purves, & Adhikari, 1991 [31], für eine sehr verständliche Diskussion). Dies ist eine Aussage, die zwar etwas informativer, aber ähnlich unbefriedigend ist wie das Ergebnis eines Signifikanztests. Ein weiterer möglicher Nachteil von Konfidenzintervallen, vor allem bei kleineren Stichproben, soll anhand eines Datenbeispiels veranschaulicht werden.
Abbildung 1 zeigt ein PPE, in dem je ein Standardfehler zu beiden
Seiten des Mittelwerts abgetragen ist. Die Error-Bars selbst sind informativer - sie sind unterschiedlich groß. Das deutet auf eine höhere Varianz in Gruppe A hin. Aus der PPE-Darstellung ist aber nicht ersichtlich, was für diesen Unterschied verantwortlich ist. Diese Information können Verfahren der Explorativen Datenanalyse liefern.
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