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Berechnung von Effektgrößen

Effektgrößen können auf drei Arten berechnet werden, aus Rohdaten, aus anderen Effektgrößen und aus dem Ergebnis von Signifikanztests (z.B. Friedman, 1968 [32]; Rosenthal & Rosnow, 1991 [58]). Nehmen wir die Werte in Abbildung 6 als Beispiel. Die Korrelation zwischen Ergebnis im Problemlösetest und Gruppenzugehörigkeit (kodiert als ``0'' für Gruppe A und als ``1'' für Gruppe B) ist r=.77. Das Abstandsmaß d (Cohen, 1988, S. 66 [16]) wird berechnet alsgif
displaymath1149
tex2html_wrap_inline1151 und tex2html_wrap_inline1153 sind die Mittelwerte der beiden Gruppen A und B und tex2html_wrap_inline1159 und tex2html_wrap_inline1161 sind die jeweiligen Gruppengrößen. In unserem Beispiel ergeben sich folgende Werte (gerundet): tex2html_wrap_inline1151 = 4.63, tex2html_wrap_inline1153 = 6.73, tex2html_wrap_inline1167 = 0.91 und somit d=-2.31.

Das Abstandsmaß d kann nun wieder in ein Korrelationsmaß überführt werden. Dies geschieht mithilfe der Formel
displaymath1173
wobei tex2html_wrap_inline1175. Das Resultat für unser d=-2.31 ist somit wieder r=.77. Wie kann nun eine Effektgröße aus einem Signifikanztest berechnet werden? Wie schon eingangs erwähnt gilt generell das Gleichungs-Gerüst: Signifikanztest = Effektgröße x Größe der Studie. Dieses Gleichungs-Gerüst kann natürlich nicht direkt verwandt werden, sondern hat eher den Status einer ``Merkregel''. Zwei spezifische Gleichungen, die für die Berechnung von d und r benutzt werden können, sind (Rosenthal & Rosnow, 1991, S. 310 [58]):
displaymath1185
und
displaymath1187
wobei d und der Ausdruck mit den r's jeweils für die Effektgröße stehen und die Größe der Studie jeweils durch eine Funktion von df oder tex2html_wrap_inline1159 und tex2html_wrap_inline1161 ausgedrückt ist.

Aufgelöst nach d, bzw r erhalten wir:
displaymath1203
und
displaymath1205
wobei t für den Wert der t-Statistik mit df Freiheitsgraden steht und tex2html_wrap_inline1159 und tex2html_wrap_inline1161 die Größen der beiden Gruppen sind. Der unabhängig berechnete t-Wert ist -4.98 (gerundet). Setzt man diesen t-Wert und die entsprechenden Werte für df (=17), tex2html_wrap_inline1159(=8) und tex2html_wrap_inline1161(=11) in die beiden Gleichungen ein, so erhält man wieder d=-2.31 und r=.77. Auch diese kurze Übung demonstriert die prinzipielle Äquivalenz von Abstands- und Korrelationsmaßen.


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Methods of Psychological Research 1996, Vol.1, No.4
© 1997 Pabst Science Publishers